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3 (1829) Von dem Untergange des weströmischen Reiches bis zum Anfange der Kreuzzüge / nach den Quellen bearbeitet von F. v. Kausler
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Nunmehr rückte Kaiser Michael auf den Rath derFeldherrn Olbian und Katakylos mit allen seinen Trup-pen aus und bot dem Usurpator eine Schlacht an.Thomas hoffcc durch eine Kriegslist szu siegen. Erbefahl seinen Truppen, sich beym ersten Angriffe inverstellter Flucht rückwärts zu wenden und erst umzu-kehren, wenn das kaiserliche Heer in Unordnung ihnverfolgen würde. Allein die Stimmung seines Heereswar von der Art, daß es zwar dem ersten Befehlewillig Folge leistete, dagegen durch keine Macht inseiner Flucht sich aufhalten ließ. Nachdem sich die Flüch-tigen in Sicherheit gebracht hatten, kehrten sie einzelnauf Umwegen in das kaiserliche Lager zurück undgiengen zu Michael über. Thomas entkam durch dieFlucht nach Hadrianopel; sein Sohn Anastasius nachByzia, acht Stunden weiter nördlich.

Belagerung von Hadrianopel. 6-5

Nach der Niederlage des Usurpators Thomas warddieser von dem Kaiser Michael in Hadrianopel eingeschlos-sen und belagert. Da diese Stadt nur schwach mit Le-bcnsmittcln versehen war, so beschloß der Kaiser, sie durchHunger zu bezwingen. Die Strenge, womit Thomasalle diejenigen, welche zur Vertheidigung unfähig wa-ren, aus der Stadt verweisen ließ, machte ihm dieEinwohner in hohem Grade abgeneigt. Während einerfünfmonatlichen Einschließung erreichte die Hungcrsnothunterdessen den höchsten Grad. Die Einwohner, aufsAeußerste gebracht, knüpfte» Unterhandlungen mitMichael an, überfielen den Usurpator Thomas und