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1 (1801) Leonard Meister's Helvetische Geschichte während der zwei leztern Jahrtausende oder von Cäsars bis zu Bonaparte's Epoche [1]
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Zusammenlauffcn dej jungen Volkes an den Sonn-tagen in die Holzungen und auf die Almcnte», da- selbst zu tanzen und zu springen, und viel andernp Unfug zu treiben; item auch, daß daS iunge Volk sichnicht scheuet, mit merklicher Veranlassung zurLeicht-fertigkeit uutereinander zu baden."*) Sehr wichtigist ohne Zweifel die Richtung, welche der Gesczgebcrden Spielen und Sitten des Volkes giebt, am wichtig-ste» unter einem republikanischen Volke; unter einemVolke, das in der subtilem Luft und auf dem gebir-gigten Boden ohnehin sich durch höher» Grad derReizbarkeit auszeichnet. So wie auf der einen Seitegänzliche Zügellosigkeit jene Ausschweifungen deSReiS-lauffens erzeugt harte, so erzeugte auf der andern Seitedie allzuängstliche Beschränkung der Triebe den Geistder Schwermuth, der politischen und ReligionSschwär-merci.

Wirthschaftlicher Zustand- während der erster» Hälfte drs'XVIItenJahrhunderts.

Außer der Pestseuche in den Jahren rüii. nndi£j8, hinderte den Handêl und Wandel vorncmlich auch

__ Unsicher-

.) Aehnliche Lebensart herrschte in dem Bernergebicte.. Man sehe die satyrische Reisebeschreibung dcS Land-vogt Eraviset durch Heütelin im I. i6;î. S. 8;.