Buch 
Die Noctuinen im weitern Sinne. (Cymatophoridae, Noctuina s. str., Deltoiden, Chloëphoridae, Nolidae, Brephides) : nebst Nachträgen zum ersten Theile / von Dr. Adolf Speyer und August Speyer
Entstehung
Seite
278
JPEG-Download
 

278

Nachträge und Verbesserungen.

Hep. sylvinus S. 30t. Moskau, überall, die Raupe in radicibus Malvarum,Assm.

Zeuzera aesculi S. 302. Bei Köln häufig, besonders an Eschen, Meng.Moskau, sehr selten, Assm.

Cossus ligniperda S. 302. Beirut, Led.

C. terebra S. 303. Hr. Frings in Uerdingen erhielt aus einer Puppe noch einzweites Ex., 5 andere Puppen gingen beim Fällen einer Pappel zu Grunde, Stoll-werk. FinlandJAbo, die Puppe in Eschen, Kretschmar).

Endagria pantherina S. 303. Bei Sarepta nicht selten (Salicicola selten),Christoph in 1.

Heterogenea testudo S. 304. Bei Sarepta nicht selten, Christoph in I.Arnasia, M.

Het. asella S. 304. Auch bei Wismar, Hamburg, Krefeld, Münster. Sa-repta, nicht selten, Christoph. Galizien, überall. Belgien.

Hier ist als Bereicherung der Fauna des Gebiets durch eine neue Art, Gattungund Familie (Heterogynides HS.) einzuschalten :

lleterogynis pennella H., welche von Hrn. F. Schmidt in Siska am 2. Juni1856 in mehrern männlichen Exemplaren auf einer ungefähr 3000' üb. d. Meere lie-genden Anhöhe in der Nähe von Gräfenbrunn bei Sagurin (nächste Post von Adels-berg) in Inner-Krain entdeckt wurde (Verhandl. der zool. bot. Gesellsch. in Wien,1858, S. 107). Durch diese Entdeckung ist die Lepidopterenfauna des Gebiets mitder einzigen europäischen Tribus der Heterocera macroptera , welche bisher nichtvertreten war, bereichert worden.

Pennella wurde ausserdem in den östlichen Pyrenäen und bei Dijon, wo dieRaupe auf Genista pilosa lebt, beobachtet ( Bruand Psych. p. 3 0).

Psyche calvella S. 305. Auch bei Halle, Münster, Krefeld, in der Pfalz, lnder Oberlausitz nur bei Lauban undNisky, selten. Die Raupe an Gräsern, Blau-beeren etc. am Leiterberge und Altvater, Neustadt. Erlangen, die Säcke im Mai anBaumstämmen, Hofmann (Berl. entom. Zeitschr. 1860). Brünn, Schn. Steiermark,Schneeberg etc., Led. Wir fanden Raupensäcke, die denen von Calvella ganz ähn-lich sahen, an mehrern Stellen in Tirol, besonders zahlreich an der Strasse zwischenPrad und Trafoi, bis mindestens 4000' Höhe, Sp. Galizien, 1 Ex. Niederlande.

Ps. standfusst S. 305. »Nach von Standfuss an Mann geschickten Exem-plaren = Calvella«, Led. in 1. Auch Staudinger (Catal. d. Lepid. Eur.) zieht sie zuCalvella, zu welcher denn also auch die von uns am Oberharz gefundenen Raupen(S. 305 u. 457) gehören würden. Wir sahen noch keine Originalexemplare.

Ps. graminella S. 305. Auch bei Elbing, Halle, Hannover, Münster, Kre-feld. Bei Meran häufig (wir sahen aber nur Säcke), ebenso an der Strasse über dasStilfser Joch bis mindestens 5200' Höhe, Sp. Gouv. Moskau, überall. Galizien.

Ps. villosella S. 306. Lauban, 1 Ex., Möschler. Am Kaiserstuhl bei Frei-burg. Erlangen, wo Ps. atra, nicht häufig, die Säcke Ende April und Anfang Mai imGrase oder am Fuss von Baumstämmen, Hofm. 1. c. Palermo, M.

Ps. opacella S. 306. Halle, sehr selten. Herrnhut, Imal, Sächsische Schweiz,Möschler. Münster. Freiburg. Erlangen, wo Atra, nicht selten, Hofm. 1. c. Kreis obd. Wiener Walde. Die Säcke (wenigstens ganz ähnliche) bei Meran und Botzen häu-fig, Sp. ?Finmarken »Mehrere Säcke und Raupen bei Bossekop, die mit der gröss-ten Wahrscheinlichkeit hierher gehörten«, Stand. Bisher war noch keine PsycheHS. aus dem hohen Norden bekannt, in Lappland fand Zetterstedt nur FÜm. nitidella, Psyche graminella und viciella nur im südlichen Schweden.