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nicht, sich derselben zu widersetzen. Er trat den Ober-befehl an Landulph ab und zog sich auf das Land zu-rück. Dieser erachtete gleichfalls seine Streitkräfte fürzu schwach, und verließ den Hasen von Aulon, in wel-chem Bohcmund den 0. Oktober seine Einfahrt hiclt-Hier setzte er 12,000 Reiter und 60,000 Man» Fuß-volk, Franzosen, Italiener, Deutsche und Engländeran's Land, worauf er sich unter Verwüstungen gegenDurazzo in Marsch setzte. Am 13. October bezog erein Lager vor dieser Stadt.
In dieser führte Alerius, ein Neffe des griechi-schen Kaisers, den Oberbefehl. Nachdem er die nöthi-gen Vorbereitungen getroffen hatte, sendete er einen Eil-boten nach Constantinopcl, um den Kaiser von derGefahr, welche ihn bedrohte, in Kenntniß zu setzen.
Kaiser Alertus brach in Person von Consianti-nopel auf und eilte nach Thcssalonica, wo er ein Heckzusammenzog. Während des ganzen Winters übte er!
es in den Waffen, um es den Truppen B oh ein u ndö j
gleich zu bringen. Bohcmund dagegen, welcher sich vordem östlichen Thore von Durazzo gelagert hatte, entwickeltenicht weniger Thätigkeit. Anfangs hatte er den Haupt-angriff auf das Frühjahr hinausgeschoben; allein »>der Zwischenzeit kundschaftete er die schwachen Punkteaus, schloß sofort die Stadt von allen Seiten ein u»dließ alle seine Schiffe verbrennen, um dem Soldatenjede Aussicht zur Rückkehr zu benehmen, so lange DN-razzo nicht erobert seyn würde. Beinahe täglich ka>§es zu Gefechten zwischen den Franken und den Grie-chen. Diese Zeit benütztc Vohe mund zur Verftrti-
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