102
die Umfangsmauer der Stadt auf felscnloscm Gründeerbaut. Bohemund ließ die Mauer aus dieser Seiteuntergraben; allein die Belagerten führten Gegenminenund blicßcn den Feinden, als sie denselben begegne-ten, eine solche Menge griechisches Feuer in's Gesicht,daß diese sich in größter Eile zurückziehen mußten.
Jetzt erbauten die Franken einen starken Thurmvon großem Umfange, der die Thürme der Mauern um8—10 Fuß überhöhte. Die Seiten dieses Thurmeswaren gegen Feuer und Stcinwürfe geschützt; der Thurmselbst in mehrere Stockwerke getheilt und mit Schießescharten versehen. Eine Fallbrücke hatte den Zweck, auseinen der feindlichen Thürme niedergelassen zn werde»,und den Truppen den Uebcrgang zu gestalten. DiesitThurm stand auf Rädern und ward durch Truppe»,welche sich in dem untern Stockwerke bewegten, vor-wärts geschafft.
Um sich gegen diesen Thurm zu vertheidigen, hatteAlevius einen ähnlichen erbauen lassen, der den fei»^lichen um eine Elle überhöhte, und von weichernaus griechisches Feuer nach dem fränkischen geworfenwurde. Weil jedoch die Entfernung zu groß war, ^verursachte das griechische Feuer nur geringen Sch^den. Daher füllten die Griechen den Raum, der denfeindlichen Thurm von der Stadtmauer trennte, M>tbrennbaren Stoffen an und steckten diese mit Fackel»in Brand. Allmählig griff das Feuer um sich r>»^ergriff den Thurm, der, weil er cingcgrabcn wordc»war, nicht mehr rückwärts bewegt werden konnte. D>?