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vvnSangershausen nebst mehreren Ordensrittern imWinter 1262—4.263 in Preußen anlangte.
In raschem Zuge wurden die Provinzen Ermlandund Natangen durchzogen, und am 21. Januar trafdas Kreuzhcer vor Königsberg ein. AIs am folgendenTage der Angriff auf die feindlichen Schanzen geschehensollte, fanden die Christen dieselben von den Preußenverlassen. Diese hatten sich während der Nacht auf 'Seitenwegen dem christlichen Heece in den Nucken ge-legt, um ihm den Rückzug abzuschneiden und es aufder Heimkehr aus dem Hinterhalte zu überfallen. Hie-ven brachten Kundschafter dem Grafen von Jülichdie Nachricht, der sich hierauf sogleich zum Treffenrüstete. Der Graf von der Mark führte die Reiterei,der von Jülich das Fußvolk an. Die Preußen,Zrößkentheils aus Samländern bestehend, wurden inihrem Hinterhalte angegriffen, und nach anfänglichhartnäckigem Widerstände in die Flucht geschlagen. EinTheil derselben warf sich in das westlich von Königs-derg gelegene Dorf Kaligen, wo es aufs Neue zumrvilden Kampfe kam. Die Saarländer, jeder Aussichtauf Rettung beraubt, fochten mit dem Muthe der Vcr-Zrvciflulig. Stunden lang wogte der Kampf hin undher, bis endlich die Ritter aus Königsberg, zur Hülfegerufen, mit ihren Truppen hcraneilten und dadurchdie Entscheidung herbeiführten. Die Samländer wur-den bis auf den letzten Mann niedergehauen. Ueber3000 fielen an diesem Tage, doch auch der Verlustder Kreuztruppen war beträchtlich. Auf solche Weise