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4/1 (1833) Vom Anfange der Kreuzzüge bis zum Ende des fünfzehnten Jahrhunderts / nach den Quellen bearbeitet von F. v. Kausler
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Verrath. Manfred suchte daher Carln von An-jou durch Unterhandlungen in seinen raschen Opera-tionen aufzuhalten, allein Carl wies alle Vorschlägtzur Ausgleichung zurück.

Der Fluß Calore trennte beide Heere. Vielleichthätte Manfred die Entscheidung verzögert, wenn ereiner Schlachtausgewichen wäre, da in Carls Heerebereits die Lebensmittel fehlten. Allein diesen Auswegfür wenig ehrenvoll erachtend, zog er den raschen Kawpsjeder Zögerung vor. Er theilte seine Reiterei in dreilschaarcn; die erste, 1200 Mann stark, führte GrasGalvano; die zweites aus 1000 Lombarden,canern und Deutschen bestehend, Graf Lancia; diedritte, 1400 apulische und sarazenische Reiter, Aöi>>IManfred selbst.

Carl von Anjou theilte seine Reiterei inCorps; das erste, 1000 Franzosen, befehligte Guiv°"Montfort und der Marschall von Mirepoir; da§zweite, 900 Provenoalen und Römer, Carl selbst!das dritte, 700 Reiter aus Flandern, Vrabantder Picardie, Giles le Brün, der Conetable vonFrankreich; das vierte endlich, 400 ausgewandertesrcntincr, der Graf Guido Guerra. Der Aufstellungdes Fußvolkes geschieht von beiden Seiten keine ^wähuung, obwohl dieses das Gefecht eröffnete.sarazenischen Bogenschützen setzten über den Fluß u»dstürmten unter lautem Schlachtrufe gegen die FrauZ^scn an, unter deren Fußvolk sie mit ihren Pfeilen o>"großes Blutbad anrichteten. Sofort setzte sich das erstn