Besazung. In gleichem Jahre wurde der Koni«von Frankreich wahrend seines Aufenthaltes zu Bri-fach von einigen Cantonen begrüßt. Aus Besorg-niß Oesterreich eifersüchtig zu machen, unterliessendieses Ceremonie! andre Cantone. Im Oktober ver-langte der kaiserliche General Caplier bey der StadtBasel eine Volkswerbung. Auf Anfragen diesesCantons gieng der Rath der andern beinahe ein-stimmig dahin: Bey den dießmaligen Zeitumstän-den könnte wol kein Canton für sich besonders ir-gend einer der kriegführenden Mächte Werbungenerlauben, und werde die ganze Eidgenossenschaftüberhaupt bey der Neutralität am sichersten seyn.—Acrmög des Bündnisses einiger Cantone mit Spa-nien vom I. 1664. drang jezt Spanien auf freienDurchzug der mailändischen Rekruten nach der Frey-grafschaft: allein bereits waren die Cantone wegender Neutralität so wol für diese Provinz als fürden Elsaß, Brisgau und Vorderösterreich mit denkriegführenden Mächten in Unterhandlung getret--ten. Sie verschoben also die Bewilligung des Durch-passes. Inzwischen rükten einige kaiserliche Regi-menter durch die Pfalz gegen Hochburgund an. Aufdiesen voreiligen Schritt säumte der König vonFrankreich nicht länger, sich dieser Provinz sogleichin eigner Person zu bemächtigen. Nun war weiterkeine Frage weder von Neutralität noch von Durch-
passe.