Buch 
2 (1802) Leonard Meister's Helvetische Geschichte während der zwei leztern Jahrtausende oder von Cäsars bis zu Bonaparte's Epoche [2]
Seite
128
JPEG-Download
 

französische Bottschafter gegen Zürich und Bern alsVerlezung des eidgenößischen Bundes mit Frankreich.Zugleich begehrte er, daß, weil nunmehr Straß-burg die Neutralität verwirkt hätte, die eidzenößi-schen Truppen von dort wegziehen sollten. Ganzgaben die beiden Kantone nicht nach; sie schriebennach Strasburg: Da die Stadt ohne eidgenössischesVorwissen die Neutralität verlezt, und eine kaiser-liche Besazung einquartirt hat, so sollen künftig dieSchweizertruppen nur auf Beschirmung der Gtadt-sortifikazion eingeschränkt werden, und auch nur dieBefehle von Stadtoffizicren befolgen. Zu Anfange-es Jahres 1679. kam endlich der Frieden von Ni°wegen zn Stande. In Kraft desselben trat Spa-nien die Freigrafschaft für immer an Frankreich ab.Nach geendigtem Kriege wurden zu Straßburg sowol die Eidgenößischen als die Reichstruppen ent-lassen. Im September sahe sich zuerst die StadtKalmar, und hernach die übrigen vormaligen Reichs-städte im Elsaße zur Unterwerfung an Frankreichgenötigt. In gleichem Jahre erweiterte, zu nichtgeringem Verdrusse der Kantone!, LouvoiS die Fe-stungswerk« zu Hüningen.