Ansprüche weiter. Durch den Salzherrn Vurkard,als obersten Sechser, drang er auf öftere Jusam-menbernfung und vertraulichere Gemeinschaft. Hie-zu kam noch, daß selbst von der Kanzel lautes Ge-schrey erschallte über Cabalen und Bestechungen,über partheyische AuStheilung der Aemter und Stel-len , über Gunst und Ungunst des Richtersstuhles.In dem grossen Rathe brachten es die Sechser end-lich dahin, Laß zur Abschaffung der Mißbrauche einobrigkeitliches Committe niedergesezt wurde. Esbestand aus sieben Gliedern des kleinen Rathes, undachtzehn des grossen, nebst einigen Predigern. Manverglich sich über folgende Punkten. Der höchsteGewalt in Basel vereinigt sich gemeinschaftlich indem grossen und kleinen Rathe.— Nach dem Bey-spiele von Bern sollen vier Heimlicher gewählt'werden, zween aus dem kleinen Rathe, und zweenaus dem grossen. Von Zeit zu Zeit sollen sie anhoher Behörde vorbringen, was etwan gegen dieGrundgeseze, gegen die Wahlordnungen u.s.w. zumNachtheile des Vaterlandes verübt wird, jedoch un-ter eidlicher Verschweigung des Namens der Ange-ber. — Die Wahl der StaatShauptcr und derBeamten, die Instruktionen für Gesandte, die Er-richtung neuer, und die Abschaffung alter Gesezesollen künftig nicht mehr bloß vor dem kleinen Rathe,sondern vor dem grossen geschehen. — Die bisheri-
- gen