Buch 
2 (1802) Leonard Meister's Helvetische Geschichte während der zwei leztern Jahrtausende oder von Cäsars bis zu Bonaparte's Epoche [2]
Seite
242
JPEG-Download
 

242

Verwahrung zu lassen. Um gleiche Zeit aber er-hielt der Magistrat von dem schwäbischen KraiSkon-vente zu Ulm eine Erklärung, vermag welcher derKonvent HenzelS gewaltsames Verfahren billigte,und ihm seinen Raub zukcnnte. Dagegen legten derAbt von St. Gallen und der Landvogt des Rhein-thals bey dem Bischoffe von Konstanz und bey demHerzoge von Wirtemberg, als ausschreibenden Für-sten, ch'e Protestazion ein. Vorsezlich zogen diesedas Geschäft in die Länge. Mittlerweile bezogHen el den Raub. Auf einer gemcineidqenößischenLagleistung unterm 12. Febr. 1694. stellte durch Ab-geordnete der schwäbische KraiS vor : Ungewiß seyes, ob die Plünderung des Marktschiffes auch wirk-lich auf eidgenößischem Gebiete erfolgt sey, widri-genfalls aber hätten sich die nachjagenden Rheintha-ler durch Gegengewalt und durch Betrcttung desReichsgebietes mehr als hinlängliche Genugthuungverschaft. Wenn das Getreide vom Arreste befreitund zum voraus verkauft worden, so geschah es ausBesorgniß der Verderbung u. s. w. Nicht nur be-harrte die Lagleistung auf der Genugthuung, son-dern sie begehrte zugleich die Abschaffung des schwä-bischen Impostes von zween Reichsthalern auf jedenSai Getreides. Unterm 22. Juni 1694. schlugendie ausschreibenden Fürsten eine gütliche Konferenzvor. Lieber wendeten sich die Kantone an den Marg-

grasen