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2 (1802) Leonard Meister's Helvetische Geschichte während der zwei leztern Jahrtausende oder von Cäsars bis zu Bonaparte's Epoche [2]
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Hinreichend zeichnen den theologischen Zeitgeist fol-gende Säze: Kanon H- In Absicht auf Mitlauteund Selbstlaute ist der Ebräjsche Codex authentisch,in Absicht auf Wörter und Sachen theophnevstisch.Kanon IV. Ganz unbedingt, ohne Rüksicht aufGlau»den und Werke, bestimmt Gott den einen Menschenzur ewige» Seligkeit, den andern zur ewigen Ver-dammniß. — Die Strenge, womit man von denStudierenden die Unrerzeichnung des Lonsensur for-derte, zog den reformierten Kantonen im I. 1686.von dem Churfürsten von Brandenburg ein Schrei-ben voll begründeter Vorwürfe zu» Aus der Ant-wort der Cantone sieht man, daß sich hie und dadie Autorirät der Lehrkormel zu vermindern anfieng»Ueberall sahn die auswärtigen Kirchen die neuenFesseln der Gewissensfreiheit ungern- Mit Rechtbetrachteten sie solche Beschränkungen als Hinder-nisse bey der Vereinigung der Protestanten. Wieunerbittlich indeß das geistliche Inquisizionsgerichtin Zürich gewesen, beweist das Schiksal so man-ches Lehrers, der wegen geringer Abweichung vondem herrschenden Lehrbegriffe bald das Amt balddas Bürgerrecht aufgeben mußte. Unter den Mär-tirern, wenn auch nicht allemal der Wahrheit, dochimmer der Denkfreiheit, befanden sich die frömm-sten und gelehrtesten Männer, Johannes Keller,Michael Zinga, Heinr. Schweizer, Johannes Hoch-

holzer,