die alte Feit feiern zu lassen. Auch in dem Kan-tone Glarus äusserten viele Reformierte grosse Ab-neigung gegen die Neuerung. Mit Thränen be-jammerten cS die Beteln, (von beiden Geschlech-tern) noch Las zu erleben, daß die Sonne nichtmehr an St. Martins Tage, sondern an einem an-dern , durch das alte Loch guten sollte. Mehrerehielten den Kalender nur für einen Vorwand; siezitterten für die leibliche und geistliche Freiheit.Hie und da ließ sich Mancher verlauten, er wollteüberall lieber gar keinen Kalender , als einen neuen.Im Canton Bern wollte man beobachtet haben,daß seit der Einführung der leztern die Uhren nir-gends richtig gehen, immer zu früh oder zu sväte.Andere bedankten, daß nun die Bären in dem Stadt-graben zu Bern ihre Jungen nicht mehr auf Weih-nachten werfen. Subtil nämlich sind auch Aber-glauben und Dummheit. — Im Rheinthale ehrtenzwar auf Zureden der Pfarrer die Einwohner dieobrigkeitliche WillenSmeynung, jedoch äusserten ei-nige , daß sie (wenn es bey ihnen stehen sollte) denalten Kalender vorziehen würden, und zwar theilswegen des Hohnes und Triumpbgeschreies der Pa-Pisten, theils der Festtage wegen, an deren festge-sezter Feit man bange hieng. Den rz. Febr. 1701.neigte sich auch St. Gallen auf die Seite des neuenKalenders. Wegen desselben erhob sich hingegen
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