Buch 
2 (1802) Leonard Meister's Helvetische Geschichte während der zwei leztern Jahrtausende oder von Cäsars bis zu Bonaparte's Epoche [2]
Seite
330
JPEG-Download
 

Züricher, der Äriegesdienst möchte nicht nur demFeldbaue, sondern auch den Fabriken mir allzuvielHände entziehen. Der venezianische Gesandte, Ven-dramino Branche, gab ihnen zu verstehen, sie be-durften zur Beschäftigung der Fabriken eine MengeSeide aus dem Venezianischen, auch befinden sichin diesem Gebiete verschiedene Jürchcrsche Handels-häuser u. s. w. Dagegen erwiderten die Züricher-Gleichwie sich Zürich durch die Einfuhr der Seide,so bereichert sich Venedig durch ihre Ausfuhr. Jemehr sich seit der Auswanderung der HugenvtcnLiese Ausfuhr nach Frankreich vermindert, um soviel wichtiger ist es für Venedig , daß sie sich nachden Cantonen vermehre. — Wenn endlich die meh-rern Stimmen zu Gunsten des Vertrages ausfielen,so geschah eS, weil Bianchi die kriegeslustige Ju-gend auf seine Seite gewann. *) Den ir. Jenner1706. beschwor man den erneuerten Vertrag auf demgrossen Rathssaale in Zürich. Von Durch begab sichBianchi nach Chur. Auch bey den Graubündtnernwarb er um Beystand. Er stüzte sich auf den Grund-saz: Neuterale Freystaate», die von allem Erobe-rungsgeiße ganz rein, sich nur auf die Behauptung

ihres

*) Dieses sagt er selbst in seiner kelrrions llclk-iske lls 8uir.eri, die er unter dem Namen Ar-mjnio Dannebuchi herausgab. Die Schrift ent-hält sehr interessante Bemerkungen.