ihres Daseyns beschränken, sorgen für ihre Sicher-heit am besten durch gegenseitige Verbindung, in-dem sonst die Unterjochung des einen die Unterjo-chung des andern erleichtert. Dagegen stellte Gra-ville, der französische Bottschakter, in einer beson-dern Schrift vor : Die Graubündtner verschanzensich am sichersten hinter ganz unbedingter Neutera«litat, bey dem vorgeschlagenen Bund aber leide dieseGefahr. Weniger bedenklich fuhr er fort, ist einsolcher Bund für Zürich und Bern , weil diese Clin-tons von dem Schauplaze des Krieges weiter, alsdie Graubündtner, entfernt sind. — Auch von Sei-te des Kaisers fand der venezianische Vertrag Wi-derstand. In Graubündten selbst betrachtete mandie mit den Cantonen geschlossene Kapitulazion alszu gering. Man machte so gar Schwierigkeit we-gen des Zürcherschen und bernerschcn Durchzuges.Endlich beschwor man den 17. Dezember 1706. aufeinem allgemeinen Bundestage zu Chur den Vertrag.*)Nichts desto weniger unterblieb gleichwol die Wer-bung. Bey der Aenderung des Systems in Italienbedurfte sie Venedig nicht mehr.
Neuen-
*) S. Merkur 1706. s. 4;. 46. roy. und vom Ienner1707. s. 71.