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2 (1802) Leonard Meister's Helvetische Geschichte während der zwei leztern Jahrtausende oder von Cäsars bis zu Bonaparte's Epoche [2]
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Neuenburgtsche Erbfolge,

im Jahr 1707.

Derr 4. Febr. rspg. war der Herzog von Longue-Ville, bisheriger Besizcr des Fürstenthums Ncuen-burg, in der Abtey St. Georg bey Rouen mit Todabgegangen. Bey dem Neuenburgischen GtaatSratherklärte sich seine einzige Schwester, die verwittweteHerzogin von Nemours, als rechtmäßige Erbin.Ihren Ansprüchen widerseztc sich der Prinz von Con-ti, vermag eines Testamentes vom i. Okt. i 66 z.Sie behauptete, daß ein spateres Testament vom I.1671. das frühere ungültig gemacht habe. Währenddes Streites erschien zu Neuenburg ein bernerscherGesandter. Die iv. mir Neuenburg verbundenenCantone, Bern,Luzern, Freiburg und Solothurn,drangen auf ruhige Erwartung des AuSspruchcs derLandesstande. Diesen IV. Cantonen liessen beideParteien, so wol der Prinz von Conti als die Her-zogm von Nemours, schriftlich ihre Ansprüche er-klären. Schon hatte sich die Herzogin auf die Reisebegeben, und feierlich wurde sie an der Grenze beydem Schlosse Joux von den LandeSständem empfan-gen. Bevor wir weiter schreiten, geben wir vonder Beschaffenheit der LandeSstande folgende Nach-richt : Den Adelstand vertretten vier Edelleute; ge-

meinig-