Band 
Erster Theil.
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Undurchdringlichkcit und Theilbarkeit. 7

G

Abc» Richtung fortbewegen, sind nichts anderes, als Folgen der llndurchdring-lichkeit der in unserem Wege befindlichen Körper.

Die Luft erfüllt den Raum ebenfalls, sie ist undurchdringlich, weshalb sieals ein Theil der Materie, als ein Körper betrachtet wird. Es erfordert dieseinen näheren Beweis. Wenn ich ein Trinkglas mit der nach unten gekehrtenOcffnung in Wasser tauche, so tritt kein Wasser in dasselbe, wie tief ich es aucheintauche. Es rührt dies daher, daß die im Glase befindliche Luft undurch-dringlich ist, weshalb Las Wasser ihre Stelle nicht einnehmen kann. DieMöglichkeit, mittels einer Taucherglocke in die Tiefe des Meeres hinabzu-steigen, beruht auf der Undurchdringlichkeit der in ihr eingeschlossenen Luft.

Das Niedergehen des Tauchcrs'äuf den Meeresgrund läßt sich leicht veranschau-lichen. Ueber ein Stückchen Kork, das in einem Behälter mit Wasser schwimmt,werd ein Trinkglas gestülpt und langsam untergetaucht (Fig. 4). Man fichthierbei den Kork unter die Oberfläche des Wassers bis zum Boden hinabgehen

und beim Herausziehen des Glases wie-der emporsteigen, ohne daß seine Ober-fläche benetzt wird. Das Taucherge-schäft hat durch die Fortschritte der Me-chanik und Chemie eine große Vervoll-kommnung erhalten, indem es möglichwurde, die durch das Athmen verdorbeneLuft aus der Glocke zu entfernen unddurch frische zu ersetzen.

Ein im gewöhnlichen Sinne lee-res Gefäß ist daher allerdings mit Ma-terie, nämlich mit Luft, erfüllt, und nurwenn wir diese entfernen, verdrängen,können wir eine andere Materie, z. B. Wasser, an die Stelle bringen, die jenevorher eingenommen hatte.

Es geht in der ganzen Natur keine Veränderung mit einem Körper vor, 10ohne daß sie durch besondere Kräfte veranlaßt wäre. Die Körper zeigen nunein Bestreben, den Zustand, in welchem sie sich gerade befinden, unverändert beizu-behalten, und diese Eigenschaft bezeichnet man mit dem Namen des B eharrungs-vermögcns oder der Trägheit. Vermöge der Trägheit wird ein ruhenderKörper in Ruhe bleiben, bis ihn eine äußere Kraft in Bewegung setzt; ein be-wegter Körper dagegen setzt nach dem Gesetz der Trägheit feine Bewegung fort,bis dieselbe durch die Gegenwirkung öußerer Kräfte aufgehoben wird. DenEinfluß der Trägheit auf die Bewegungserschcinungen werden wir weiter untennoch näher betrachten.

IbrsilkLrlLsit. Durch die geeigneten Mittel kann ein jeder Körper in 1>kleinere Theile getheilt werden. Die härtesten Steine werden von den darüberrollenden Wagen zu Staub zermahlen und die Körner durch die Mühle infeines Mehl; die Metalle werden durch die Feile in kleine Spähne verwandelt.

Fig- 4.