Nachtrag zur Chemie.
Zu tz. 7. Elemente. Die Zahl der bekannten El mcntc ist auf 64 er-höht worden, durch die Entdeckung des Indiums, vermittelst der Spectral-analyse (S. 138); dasselbe giebt im Spectrum eine blaue Linie von ausgezeich-neter Helligkeit.
Zu §. 101. Eisenoxyduloxyd, b'sO, k'oz 0.. — k'sg 0^. DieseOrydationsstufe des Eisens findet sich als Mineral unter dem Namen Magnet-eisen, weil es magnetisch ist, in regelmäßigen Octasdern von glänzend schwar-zer Farbe, sowie in derben Massen als ein vorzügliches Eisenerz. Es wird ge-bildet beim Verbrennen von Eisen in Sauerstoff und in Gestalt von mikrosko-pischen Krystallen, wenn Wasserdampf über glühenden Eiscndraht geleitet wird(s. S. 298).
Zu §. l60. Bernsteinsänrc, 6z H, 0,, . 2110; ist im Bernstein ent-halten und wird durch Sublimation aus demselben gewonnen, Sie bildet sichferner bei der Zersetzung von verschiedenen organischen Körpern, insbesonderevon Säuren und bei der geistigen Währung und findet sich daher auch imWeine. Dieselbe besteht aus farblosen, in Wasser löslichen Krystallen, von schwachsaurem Geschmack.
Zu §. 206. Gährung. Nach neueren Beobachtungen zerfällt bei derGährung nicht aller vorhandener Zucker in Weingeist und Kohlensäure, sondern4 bis 5 Proc. desselben zersetzen sich in Bernsteinsäure und Glycerin. EinVersehen ist die Angabe Seite 434 Zeile 8 — »daß die Gährung unter10" C. nicht vor sich gehe« — während Seite 483 und 435 mit Recht gesagtwird, daß sie bei 5° C. noch stattfindet. Ja, dieselbe dürste erst bei 0" ihreabsolute Grenze haben.
Wenn Hefe zu reiner Zuckcrlösung gebracht wird, so reicht 1 Theil Hefehin, um 5 Theile Zucker durch eine kräftig eintretende Gährung zu zersetzen:eine Neubildung von Hcfenzellcn findet hierbei nicht statt. Setzt man jedocheinem solchen Gemische ein Ammoniaksalz und phosphorsaurc Salze hinzu, sowachsen die Hcfenzellcn und vermehren sich, ähnlich wie dies in den natürlichengährenden Pflanzcnsästcn geschieht. Es spricht diese Erscheinung sehr dafür,daß die Hescnzcllcn pflanzlicher Natur siud.