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Erster Theil.
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Gleichgewicht und Bewegung.

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Wagschale ein Umschlagen der Wage eintreten, d. h. der Wagbalkcn nimmt einelothrechteStellung an, indem sein Schwerpunkt unter den Drehpunkt sich begiebt.

Eine Wage ist nur dann richtig, wenn ihre Arme genau gleiche Länge be-sitzen und wenn die Punkte, an welchen die Wagschalen angehängt sind, mitdem Drehpunkte in einer geraden Linie liegen. Die Empfindlichkeit der Wageist um so größer, je länger ihre Arme sind, je geringer das Gewicht des Wag-balkens ist und je näher sein Schwerpunkt dem Drehpunkte liegt. Zur Prüfungeiner Wage legt man in eine ihrer Wagschalen ein beliebiges Gewicht, belastetnachher auch die andere Wagschale so lange, bis die Wage im Gleichgewichteist; vertauscht man jetzt die Gewichte gegenseitig, ohne daß Störung des Gleich-gewichtes erfolgt, so ist die Wage richtig.

In Fällen, welche die höchste Genauigkeit erfordern, wendet man die so-genannte doppelte Wägung an. Auf die eine Wagschale lege ich den Kör-per, dessen Gewicht ich bestimmen will; auf die andere Wagschale bringe ich soviel Sandkörner oder Schrote, als erforderlich sind, um Gleichgewicht herzu-stellen. Alsdann entferne ich den Körper und lege statt dessen so lange Gewichteauf. bis die Wage abermals im Gleichgewichte ist. Offenbar geben die hierzuverwendeten Gewichte aufs genaueste das Gewicht jenes Körpers an und zwarselbst in dem Falle, daß die Wage nicht ganz richtig gewesen wäre.

Die feste Rolle, Fig. 85, besteht aus einer Scheibe, die am Umfangeine Hohlkehle zur Aufnahme eines Seiles har; ihre Drehungsachse geht durchden Mittelpunkt und wird von einer die Rolle umfassenden Schcere gehalten,

Fig. 35.

welche in der Weise befestigt ist, daßdie Rolle außer der Umdrehung keineBewegung machen kann. Denken wiruns bei einer solchen Rolle Fig. 36,in der Richtung -4L eine Horizontaledurch ihren Mittelpunkt gelegt, so stelltdiese einen gleicharmigen. Hebel vor;wenn an dessen Endpunkten gleicheKräfte wirken, so muß Gleichgewichtstattfinden. Vermittelst der festen RoRkann daher die Wirkung einer Kraft nichtverändert werden, wohl aber ihre Rich-tung, weshalb sie auch Richtungsrolle genannt und in dieser Eigenschafthäufig mit Vortheil verwendet wird. Ebenso leistet sie erhebliche Dienste zurHerstellung der leichten Verschiebbarkeit hängender Gegenstände, z. B. der Kron-leuchter, Gasometer, indem dieselben durch ein auf der andern Seite der Rolleangebrachtes Gegengewicht im Gleichgewichte erhalten werden.

Der unglcicharmige Hebel überrascht uns durch seine auffallendenLeistungen. Die Last 6, Fig. 37, an dem Hebelarme 5 wirkend, hält der andem Hebelarme 3 angreifenden Kraft 10 das Gleichgewicht, da nach dem in-dem §§. 39 und 45 erläuterten Gesetze die Kräfte sich umgekehrt verhalten wieihre Hebelarme, oder weil die statischen Momente ltz- 45) aus beiden Seiten