Ideen allgemeiner verbreitete. Gelehrte damaliger Zeitschrieben allein für die Wissenschaften. Schriftstellerei warnoch kein Nahrungszweig, welcher den Fortgang derselbenmehr hemmt als befördert.
Die genannten großen Generale, obwohl sie nurkleine Armeen kommandirten, verrichteten dennoch mitihnen die größttn Thaten.
Zu gleicher Zeit entwickelten Vauban und CoehornGrundsätze des Angriffs und der Vertheidigung festerPlätze, welche noch heute zur Grundlage -er Beftstigungs-kunst dienen. Mit jenen großen Feldherren verschwandendie kleinen Armeen immer mehr, die Artillerie ward sehrvermehrt; die Franzosen unter, Ludwig XIV. gaben denersten Impuls dazu.
Die großen Armeen waren schwerer zu ernähren, und,weil sie einer Menge von Bagage bedurften, im Verhält»niß der vermehrten Artillerie daher auch sehr unlenkbar.Turenne führte öfters nur zwanzig, höchstens fünfzig StückGeschütze, unter Conds, Luxemburg, Eugen, Vendôme er-schienen stets achtzig, ja hundert Geschütze bei einer Armee.Das Genie dieser Feldherren aber hauchte den Massen au-genblickliches Leben ein; doch außer den Feldzügen diesergroßen Meister ward die Kunst nicht bereichert.
Puysegur und Folard bahnten indeß der theoretischenAusbildung der Kriegskunst einen Weg. Letzterer huldigteleidenschaftlich der Pike, welche er die Königin der Waf-fen nannte; ersterer ordnete die Stellungen der Bataillonemehr nach dem Gebrauche des Feuergewehrs, wobei indeßdie Bataillone selbst mitunter seltsame Figuren bildeten.
So blieb das Ganze der Taktik und der Gebrauchdes Feuergewehrs, welches zu dieser Zeit allgemein einge-führt wurde, immer noch schwankend. Im spanischenSuccessionskriege stellte man sich in sechs, auch wohl schonin vier Glieder. Die Feldzüge Karls XII., wenn solcheeinem Meteor gleich am Kriegshimmel erschienen, stellten