Buch 
1 (1824) Erster Theil: Taktische Geschichte der Artillerie / von W. von Grevenitz
Entstehung
Seite
10
JPEG-Download
 

10

Der Nordamerikaner, welchem die Jagd Beschäfti-gung war, kannte den Gebrauch der Flinte, und wußte,daß nur durch ein richtiges Zielen und Treffen diese Waffefurchtbar wird, und in einzelnen zerstreuten Gefechten die-ser Zweck erreicht werden kann. Dieses Tirailleursysteinentwickelten sie zuerst im Gefecht bei Lexington, schrittenauf der eröffneten Bahn muthig fort, und errangen ineinem siebenjährigen Kampfe gegen geübte Feldherren undSoldaten des Mutterlandes ihre Freiheit und Konstitution;die geschlossene Feuerlinie der europäischen Taktik erlitt hierden ersten Stoß.

In Frankreich hatten die Ideen von Freiheit, durchden amerikanischen Krieg entwickelt, und durch die Schrif-ten der Philosophen allgemeiner verbreitet, tiefe Wurzelngeschlagen. Dieser Staat, in seinen Finanzen völlig zer-rüttet, ward durch fehlerhafte innere Administration end-lich aus seinen Fugen gerissen.

Die Zusammenberufung der Stände unter einemschwachen Könige sollte den eingerissenen Uebeln steuern,konnte aber nicht mehr abhelfen, und der furchtbare Orkanbrach los. Wüthende Demagogen veranlaßten gräßlicheStürme, unter grausen Blutvergießen bemächtigten sie sichder obersten Gewalt, stießen alle alte Verfassungen gewalt-sam um, und der gute, aber schwache König endete aufdem Blutgerüste.

Diese inneren Unruhen drängten die Kraft eines auf-gcreitzten Volkes nach außen. Frankreich erklärte fast demganzen Europa den Krieg, und veränderte das ganze po-litische System der europäischen Staaten.

ton oder Distrikt mit dem ersten Aufruf zur Vertheidigungmarschfertig seyn muß. Die Kompagnien und Regimenter müs-sen sich zu einer bestimmten Zeit im Jahre zusammenstellen, ummit ihren Waffen und Munition die Musterung zu passtren unddie Manövres zu machen.