Buch 
1 (1824) Erster Theil: Taktische Geschichte der Artillerie / von W. von Grevenitz
Entstehung
Seite
29
JPEG-Download
 

29

groß und klein Geschütz von den Zeug- und Büch-senmeistern um eine Summe Geldes gelöst werden.

2) Wird solchergestalt das Feldgeschütz, so in Feld-schlachten erobert, von den Arkeley-Verwandten ein-gezogen, daß es der Kriegsherr von ihnen schuldig,nach Gebühr zu lösen *).

3« der französischen Artillerie finden wir in der neue-sten Zeit diese alten Gerechtsame wieder erneuert. Nachder Uebergabe von Danzig 1807 mußte die Stadt ihreGlocken von der Artillerie einlösen, und es erhielt von derArtillerie des Belagerungs-Korps:

ein Brigadegeneral

4000 Fr.

- Oberst

2000

« Bataillonschef

1200

- Kapitain

600

- Lieutenant

300

- Sergeantmajor

100

« Sergeant

25

, Corporal

18

» Kanonier

12

und die Hälfte dieser letzten Summe die Hilfsmannschaf-ten und Lrainsoldaten.

Da die Artillerie stets zusammengehalten einen eignenHeertheil ausmachte, vertraute man ihre Bewachung undDeckung den ausgezeichnetsten und bravsten Truppen an.Karl VIH. war der Erste, welcher die Schweizer zur allei-nigen Bewachung der Artillerie bestimmte, und zwar alseine Auszeichnung für die Dienste, welche dieselbenbeim Rückzüge von Neapel in den Apenninen geleistethatten, da sie die Artillerie an den Orten, wo keinePferde angewendet werden konnten, mit den Händen fort-schleppten. Diese besondere Bewachung der Artillerie gab

1 ) Fronsperger, Ir Th. 1s Buch, S. 68.