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Am 7. September, dem Tage der Schlacht, setzt dasKorps von Poniatowski) die schon Tags vorher vorberei»tete Umgehung fort. Das Korps von Davoust, mit 30Kanonen an der Spitze, zieht sich von der am 5. bereitsgenommenen Redoute längs dem Walde fort (3. 3.),greift das vor Seminofka liegende Redan an, nimmt es,und endlich das Dorf Seminofka selbst, als es seine wei-teren Fortschritte hier gehemmt sieht. Poniatowsky falltim Walde rechts in einen Hinterhalt, hat mit Schwie-rigkeiten zu kämpfen, welche die beabsichtigte Umgehungverhindern, oder wenigstens verzögern (6. C.), und dieSchlacht steht. In der Mitte, am linken Ufer der Ka-luga waren bereits am 6. Sept. Aufstellungen für zweigroße Batterien, jede von 60 Kanonen, aufgefunden, undbesetzt (D. D. E. E.)
Diese Artillerie eröffnete am 7. September eine furcht-bare Kanonade, unter deren Schutze das Korps von Neyüber die Kaluga geht. Als aber endlich die Kavallerie meh-rere unglückliche Angriffe gegen die vorliegende große Re-doute (E.) macht, so gelingt es doch zuletzt der Kavallerie,unter General Thielemann, diese zu nehmen. Mit demBesitz derselben aber steht auch auf diesem Punkte dieSchlacht.
Auf dem linken Flügel drehen sich die Angriffe umBorodino fort, ohne zu einer Entscheidung zu führen, ob-gleich Napoleon, die Wichtigkeit dieses Stützpunktes füh-lend, schon einen Theil seiner Garde dahin entsendet hat.
Und als nun die Schlacht in diesen Stellungen aufallen Punkten geschlagen ward, die Eroberung der großenRedoute zwar die Franzosen in einigen Vortheil setzte,allein die noch immer von den Russen behauptete Stel-lung bei Borodino ihnen ebenfalls, und noch gefährlicherwerden konnte, als für jene die Umgehung ihres linkenFlügels, wo sich noch dazu Schwierigkeiten zeigten; dasKorps von Davoust, das Ziel seiner Anstrengung im Be-