96
mehr als zwanzig, im Jahre 1815 über fünfzig Batte-rien die Siege des preußischen Volkes erkämpfen halfen.
In dieser Schlacht trat nun, wie erwähnt, die preu-ßische Artillerie seit ihrer Reorganisation, nach Abschaffungder Regiments-Artillerie, zum ersten Male auf; sich ihresChefs würdig zu bezeigen, war das Gefühl jeder Brust.
Die Periode vom Monat Februar bis 2 . Mai warzur Herbeischaffung aller Bedürfnisse der Bespannung undAusrüstung nur kurz, und es hatten die Batterien über-dies mit manchem Mangelhaften -er zum Theil noch al-ten technischen Einrichtung zu kämpfen. So nahte der2 . Mai 1813, an welchem Tage des preußischen VolkesTapferkeit in allen Waffen sich so hoch bewährte, Deutsch-land auf große Ereignisse vorbereitete.
Im Verhältnisse -er Truppen, welche in dieser ewigdenkwürdigen, wenn auch Verlornen Schlacht fochten, wardie Artillerie sehr zahlreich; und schon oben ist bemerktworden, daß fast 7 Geschütze auf 1000 Mann gerechnetwerden konnten. Sie zählte
1 ) beim Korps des General-Lieutenants von Berg
3 Batterien zu 12 Geschützen 36
2 ) beim Korps von Winzingerode
74 Batterien zu 12 Geschützen 86
3) beim Reservekorps von Tormassow
15 Batterien zu 12 Geschützen 180
4) beim Korps von Blücher
64 Batterien zu 8 Geschützen 52
5) beim Korps von Aork
104 Batterien zu 8 Geschützen 84
Summa 438 Geschütze.
Die französische Armee dagegen hatte nur 350 Ge-schütze.
Preußens Verhältnisse erlaubten noch nicht die Bil-dung einer Reserve-Artillerie; die Batterien langten nur
zu,