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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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21
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ne Laufgräben in einer großen Entfernung zu eröffnen, wenn man einige Werlte vor-legte, wozu die Gegend sehrvortheilhaft ist. Ein grofser Krieg erfordert grofseAnstrengungen; alle. Sehnen müssen gleiche Spannung haben, wenn di©Kräfte sich vermehren sollen;- hat man nicht im Voraus sein e Mafsr egelngetroffen, fehlt es-nach-her an Allein. Kaum war die erste Di vision derPranzösichenTruppen in Baiern eingerückt, als der Kurfürst sogleich in Oesu-eich einbrach, bis LinÄvorrückte, und diese Stadt den laten September ohne Widerstand' wegnahm, da sie diepestreicher bei seiner Ankunft'verliefsc-n. DerMarkis von Löuwilf e traf mit der erstenDivision den i/jten daselbst ein, die letzte Division den sosten, uhd gleich den 2 ;->stenmarschirten sowohl die Franzosen als Baiern nach Ens, woselbst die Kavallerie unterden Befehlen des Grafen von Sachsen erst den 29Sten eintraf. Die Infanterie konntedeswegen schneller vorwärts kommen, weil sie hei Donauwertli auf d.er Donau einge-sehiiTt worden war.

Den ^ten Oktober gingen beide Armeen durch Ens, und kamen den yten zu Ipsan. Den taten und I4ten rückten die Grafen von Mortagne und Daubigne zu Molkund Sankt Pölten ein. Den 20Sten kainpirten die Baiern bei Mautern, und den 2 istenkamen die Franzosen nach Sankt Pölten. Alles unterwarf sieh dein Kurfürsten. DieOestreiclier, weit entfernt, ganz offne Städte vertheidigen zu wollen, verliefsen sie ohneSchwerdtschlag. Der Hof begab sich nach. Presburg, und- der Graf von. Kevenhüllersollte Wien vertheidigen. Schon wurden Brandschatzungen bis vor den Thoren derVorstädte Wiens eingetrieben. Dieses 1 glänzenden Anfangs ungeachtet fing der Kur-£ü rst schon an,, für seine eignen Staaten besorgt zu werden, als er Nachricht erhielt,dafs Oestreichische Regimenter aus- Italien in Anmarsch wären und Baiern von derSeite des Oberlechs bedroheten. Um nun dasselbe von dieser Semite au decken, wurdendie Infanterie-Regimenter von Rohan und Souvre mit den beiden Dragoner Regimen-tern von Beaufremont und Saintemesme unter dem Befehl des Maitre-de - Camp Marquisvon" Duchatel von ihrer Bestimmung zurückgerufen. Diese Divison erhielt Befehl,gleich von Donauwerth nach den Grenzen von Tyrol zu marschiren,. wo sie denI 2 ten und igten October ankommen sollte.- <

Kaum -waren also die Operationen begonnen, als man auch schon eine'Abtheilung

Französischen Truppen zu Sicherung der entferntesten Grenzen Baierns an wendet!nsufste. Alles bezeichnete die Nothwendigkeit, sich zusammen zu halten, und unterden vorhabenden Angriffs-Entwürfen den zu wählen, welcher die Armee in StandSetzte, jenes Land, zu vertheidigen.

Belagerung Wiens hätte das erste seyn sollen, was der Kurfürst den Eranza-vorschlug; Nichts konnte ihm gröfseren Nutzen bringen. Er deckte dadurch sein-LandvWo « sich, bei einem unglücklichen Ereignifs unter den Schutz, seiner Grenzplätze