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t>er Französische Hof hatte bei diesem weitaussehenden Entwürfe ausdrücklich verlangt,dafs die Königlichen Truppen'nicht getrennt werden sollten; dennoch waren sie schonlängs der Tyroler, Oesterreichischen und Böhmischen Grenze zerstreut. Der Mar-schall von Belle-Isle, der über die Beobachtung der Uebereinkunft wachen sollte,ttnd diese Zerstückelung der Truppen und das weite Vordringen des Kurfürsten inOestreich sähe, machte ihm deshalb die ernstlichsten Vorstellungen. Er schickte meh-rere Couriere an ihn ab, um ihn zu bewegen seine ganze Macht in Böhmen zu vereini-gen. Es war allerdings eine gvofse Versuchung für den Kurfürsten, sich dieses Landeszu hernächtigen, und ;sich als König von Böhmen gekrönt zu sehen. Indem ef abernait seinem ganzen Heer dorthin ging, mufste er Oestreich aufgeben, und durch eine»othwendige Folge der Dinge, seine eignen Staaten aufs Spiel setzen.
Allgemein bekannt war es, dafs die Königin von Ungarn überall Truppen zusam*TOenzog; dafs sie durch Englische Subsidien in Stand gesetzt wurde, in Ungarn, Steyer-Kla rk, Kärnthen und Croatien sehr beträchtliche Corps zu errichten, und dafs sie inkurzer Zeit eine starke Armee in Oestreich auf den Beinen hatte, welche olinfehlbar*ftit einem Einfall in Baiern drohen würde. Der Kurfürst hoffte für die Sicherheit sei-Eer $>taaten hinlänglich gesorgtzu haben, wenn er einCorps von etwa 12000 Mann Baiern undFranzosen an der Donau stehen liefse, und mit dem Rest nach Böhmen ginge. Diesem Planülclge ging die erste Division seiner Truppen, welche aus 12 Bataillonen und iöEslca-°ften bestand, den 25sten October auf einer bei Krems geschlagenen Brücke über die°ftau, unc j na ] lnl den Weg nach Budweis. Der Kurfürst selbst aber ging über den■Efts.Fli..» zurück, kam am tsten November in die Stadt Ens, und blieb den 2 ten da-®t;lb s t, Urn Verthtidigungs-Anstalten zu treffen,, welche er zur Erhaltung seiner Er-c üerungen in diesen Gegenden nötliig erachtete-
k>ie Französichen Truppen unter den Befehlendes Grafen von Segür hatten Be-den Flufs Ens und Ober-Oestreich zu behaupten. Zu diesem Ende liefs er diera ftzösirhen Regimenter, welche er auf die Grenzen: Tyrols geschickt hatte, zurück^ftftimen, weil von daher nichts mehr zu. befürchten war, da der .gefallene Schnee alle:^ gang e in die Gebirge ungangbar gemacht hatte- Nur fünf Bataillone Baiern und dasjj,' a ** er ie-Regi Illcnt von- Kosta blieben zur-Bewachung Steyermarks. und der Ober-ftftter den R fc r e i,] tn ( ] es Grafen Minutzi daselbst zurück,m a _ C k ®rtheilung dieser Verhaftungsbefehle ging der'Kurfürst: den 3ten Novembern acft j» ftftau,. und kam den 8 ten zu Budweis an-Den I2ten verfolgte er die Strafsecf.i.1 tra U!en igten in Königssaal ein, und liefs hier eine Brücke über die Moldau-
Sarn nulichen Französischen Truppen,.das Corps des Grafen v.on Se.gür aus-genommen fol
a T >. ’ S fcn dem Kurfürsten nach Böhmen, und kamen den ijten zu Budweis
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nne, welche unter dem Marquis von Gassion durch die Oberpiaiz rnar-
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