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so würde die Besatzung aus mehr als 8000 Mann bestanden haben, und dann kann'ma*wohl fragen, welche Mafsregeln der Kurfürst ergriffen haben würde.
Der Versuch, Prag durch eine Leiterersteigung zu erobern, würde alsdann wohlfruchtlos abgelaufen seyn, und der Kurfürst würde sich in der Notwendigkeit befunden,haben, die Armee des Grcfsherzogs anzugreifen, und sich in seiner kritischen Lagedem ungewissen Ausgang einer Sahlacht Preis zu geben, oder einen plötzlichen undschimpflichen Rückzug anzutreten, wo er in einem Lande herum geirrt seyn würde,in welchem er auch nicht den geringsten Anlehnungspunkt finden konnte. ■ ‘
Diese wichtigen Vortheile hätte eine noch so schlecht befestigte Stadt zu Arnfangdes K riegs leisten können. Und sie würden dem Kurfürsten zu Statten gekommenseyn, da er Prag ohne Schwerdtstrcich wegzunehmen das Glück hatte, wenn er dieLage der Sachen aus dem richtigen Gesichtspunkt betrachtet hätte. Allein hei derohnehin so weit vorgerückten Jahreszeit verlor er die kostbare Zeit in Untliätigkeit,■und zertheilte seine Macht so sehr, dafs er überall zu schwach war»
Als sich der Grofsherzog nach der Wegnahfne^ von Prag zurück zog, nahm er einesolche Stellung, aus der man sähe, was er befürchtete dafs der Kurfürst tliun möcdite,Und zeigte demselben eben-dadurch was er zu thun hatte. Der Grofsherzog befürchteteuämlich, der Kurfürst möchte nach der Eroberung von Prag mit seiner ganzen Machtwieder in Ober-Oestreich euihrechen. Deswegen besetzte er das liier der Ober-Mol-dau von Tein bis Rosenberg, selbst bis dach Freistadt, welches nur vier Meilen oderac ht Stunden von Linz liegt. Zu gleicher Zeit dehnte er den rechten Flügel bisTeutschbrod an der Ober-Sazawa aus, um die Pässe nach Mähreu zu decken, so dafser ln der genommenen Stellung Herr von allen Zugängen Oestreichs war, und sichdoch auch in der gehörigen Nähe von den nach Mähren führenden Pässen befand»ein eine Armee, weichein solchen weiiläuftigen Cantonirungsquartieren stand, würde
em schwaches Hindernifs für einen Feind gewesen seyn, dessen Interesse es er-forderte diese An
rinc S za durchbrechen 3 und der einer solchen Unternehmung aucitgewachsen gewesen wäre.. ,
__ tSe ^ tz ^ e Bedingung müssen wir nothWendig hinzu setzen', weil nur zur oft dieg tdikeit sich der Ausführung einer Armee-Bewegung entgegensetz, wie wir dennglauben wollen, dafs die Armee des Kurfürsten gerade aus dieser entscheidcncT-3 * ier ^ Trsac M'n in ihrem Lauf gehemmt worden ist. Die Nothwendigkeit des Un-£u l a <;c Sc lt hnf allein schon hinreichend gewesen zu seyn, die Armee in Untliätigkeitti- . Un< ^ s * e ln weitläufige Quartiere auseinander zu legen, nämlich einen Theil
ilerzo *" " aw a ’ un d den andern den stärksten Cantonirurfgs - Quartieren des Grofs*
S - genüber bei Budweis und längs der Moldau«- [VVir bedauern nur, dafs dey