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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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31
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"Beste und Sicherste, dafs sich die Truppen theils in Linz seihst, theils in dieVorstädte werfen, und sie bis auf den letzten Mann vertheidigen, zu welchemEnde dieser Ort mit Kriegs- und Mundvorratlv wenigstens auf vier Monate ver-gehen werden mufs.

Den dritten Tag nachdem er diese Ordre unterschrieben hatte, reifste der Kur-fürst, jetzt Köntg in Böhmen, von Prag nach München über Dresden ab, wohin ihnder Graf von Sachsen begleitete.

Der Marschall von Belle-Isle ging den 27sten nach Erankfurt, und der Marschallvon Broglio, welcher erst den ipten bei der Armee augekommen war, behielt denOberbefehl über dieselbe.

Man siebet leicht, dafs der Kurfürst blos durch das Verlangen getäuscht, Böhmenund Oestreich. zu erhalten, einen Befehl unterschrieb, dessen Befolgung eine Unmög-lichkeit war. In ganz Oestreich waren von Französischen Truppen weiter nichts alseilf Bataillone, ein Cavallerie- und ein Dragoner-Regiment; ferner fünf BatailLone undfünf Eskadrone Baiern, welche zusammen kaum to bis iiooo Maun ausmachten.

Da nun die Flüsse nicht zugefroren waren, so mufste dies kleine Corps zufolgedes erhaltenen Befehls die Linien und den Ens-Flufs, in einer Strecke von mehr alszwanzig Stunden vertheidigen, bei dem Frost aber sich in die Vorstädte und StadtLinz werfen, obgleich erstere jedem Anlaufe offen standen, und letztere nicht der ge-ringsten Verteidigung fähig war. Gegen eine Armee von ohngefähr 30000 Mannw ar es nicht anders möglich,' als in einem oder dem andern Falle den Kürzern zu zie-hen. Wurde aber dieses Corps geschlagen oder gefangen genommen, verlor der Kur-fürst mit einernmale Oestreich und Baiern. Wäre hingegen Linzmur so gut wie Prag 1"befestigt gewesen; so war der Befehl, dieselbe zu vertheidigen, allen Regeln derKlugheit gemäfs , weil immer viel dazu gehört eine Besatzung vorr solcher Stärke zurUebergabe zu zwi

so war siesodann ein Co

ringen. Wenn mitten im Winter eine Belagerung unmöglich ward,Zu jeder andern Zeit aucli grofsen Schwierigkeiten unterworfen. Hätte man

r ps mitten in Ober-Oestreich an die Donau postirt, das stets bereit gewe-. wäre, jedesmal in Böhmen eiiizudringeu, wenn man die Pässe nicht hinlänglich

besetzt gefunden

der-Oestreic

s °lchen Stell

hatte; so würde dieses Corps ganz Nieder-Mähren und Ober- und Nie-111 Kontribution haben setzen können. Ein solches Corps würde, in einerre n h' f IUn ® statt feiner Armee gedient haben; es aber in eine offne Stadt einsper-F r f, , CS n 'h Willen aufopfern und alles mit Gewalt verlieren wollen, wie es der

ringsten Hind - Ula V ° n ^ ev en ^üh er über die Ens gegangen war, ohne die ge*Maafsregeln u ll ^ Se v °r sich zu finden, wie man diefs wegen der getroffenen schlechten^ er gelingen Anzahl Leute die sich ihm widersetzen sollten, hätte-