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Vorans^elien körnen, so ging er auf Linz los, un-d berennfe diesen Ort, damit ihm.nie-mand entkommen konnte. Zugleich dfci-aschirtfc.c-r den Genera hnajor von Hären klau mitdem Auftrag:' sich von Schärdingeu an» Itm-Flufs,' so wie voW allen V aguziren diedort waren, Meister zu machen, welches auch ohne die geringste Huulernif» geschähe.'
Nachdem ehr Giofsher/og vo'ti Wien zurück gekommen war. und die ftuaniereSeiner Amte in Bolmitu regiilirr hatte, woselbst er vom Eciivt.c, der siel», zu Sehrvereinzelt hatte um etwas von Wichtigkeit zu unternehme»), nichts bcfurchten durfte;-wollte er selbst die Fhre einer solchen Eroberung eirihrndten. Er übernahm daher- denOl •erbefehi über die Kevenhiillersciie. vor Linz stehende Armee, wo er den ztsterrJernttr mit einem Zug gruben Geschützes angekornmen war, das man von den Wallen’von Wien'entlehnt hatte, und welches von den eignen Wagenpferden der Königin von"Ungarn herbeigeschafft wurde, weil die Donau wegen des Eisganges nicht schiifüar war.
Kaum war der GroFherzog hei der Kevenhüllersthen Armee angekornmen, alsschon die angenehme Nachricht einliefh dafs der Marschall von Totring, welchermit dem gröbsten Theil der Bayrischen Infanterie aus Böhmen 'gekommen war, heieinem Angriff, den er auf die Stadt Schärdingen versuchte, vom Generalmajor vonBärenklau gänzlich geschlagen sey. Um Oestreich ganz von Feinden zu befreien,ja um sich selbst Baiern zu unterwerfen, fehlte ihm nichts als die Einnahme vonLinz; es wurden daher gleich am andern Morgen den 2:sten Jenner mit Anbruch desTages die Vorstädte angegriffen. , ■ »
Der Baron von Trenk, welcher ein starkes Corps Ungarischer und Croatiseher .In-fanterie befehligte, bemächtigte sich einer Anhöhe hinter dem Kapuzinerkloster. Ergriff dasselbe, so wie die verschanzten Strafsen womit es umgeben war, lebhaft an,und steckte nach und nach alle Häuser in Brand, so wie er vorrückte. Der Graf vonMercy, welcher den Angriff rechter Hand befehligte, verfuhr auf eben die Art, sodafs die ganze Stadt in kurzer Zeit in einen Aschenhaufen verwandelt worden wäre.Bald gab es keinen Ort mehr, wo die Besatzung steil gegen die verheerende Flammeschützen konnte, und da selbst die Hoffnung des Entsatzes unmöglich war, so liefs derGraf von Segür in dieser dringenden Notli die Generale zusammen rufen, dem Feindeeine CapitüTation anzubieten. Der Grofsherzog, der kein geringes Interesse dabeihatte, eine Stadt wie Linz von der gänzlichen Einäscherung zu retten,.ging von derBedingung alles Kriegsgefangen zu machen ab, erlaubte der Besatzung, mit allen Ehren-zeichen abzuziehen , und fügte nur dieses hinzu, dafs sie während eines Jahres gegendie Königin von Ungarn nicht dienen dürfe.
Kaum war diese glänzende Unternehmung geendiget, als die Oestreicliisclie Armeeschon über den Inn ging, sich von dem wichtigen aber vertlteldigungslosen PostenPassau Meister machte, und ohne einen Feind zu sehen bis Straubingen in Baiern
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