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ben ist das neue. Projekt, auch mit dieser Armee an die "Ufer der Donau zu marschiren,sehr gründlich widerlegt, und gezeigt dafs man die Grenzen Frankreichs entblöfsen,und der englischen am Mayn zusammengezogenen Armee die Freiheit geben würde,in Elsafs einzufallen.
Der Marschall von Noailles war im Monat Marz dieses Jahres in den Staatsrathaufgenommen worden, und‘hatte also das Recht 'als Staatsmann und als Feldherr zusprechen. Er hatte einen Operationsplan entworfen , weleher von den sämmtlichenGliedern des Staatsraths genehmigt worden war. War es vernünftig, diesen Entwurfin seiner Abwesenheit abzuändern, da keiner im Staatsrath etwas vom Kriege verstand?Der neue Operationsplan konnte Baiern nicht retten, aber er führte die FranzösischenHeere gewifs an den Rand des Untergangs, und setzte die Provinzen des Reichs derGefahr aus verheert zu werden. Als Staatsmann konnte der Marschall von Noaillesdiesen Plan nicht billigen, vielmehr erklärte er, dafs er diefsfalls nur einer eigenhän-digen Ordre des Königs Gehorsam leisten würde, und veränderte auch nicht das ge-ringste in seinen bereits getroffenen Mafsregeln.
Nur die Abschickung der s i2 Bataillone und io Schwadronen, welche ^iach Baiern.*bestimmt waren, beschleunigte er, und übergab sie den .Befehlen des Grafen vonSegür. Dies Corps brach den 4ten Juny von Wimpfen auf, um in eilf Tagen inDonauwerth einzutrelTen. Allein auch hier war der rechte Zeitpunkt wieder verfehlt,so dafs dieses Corps weder der Armee am Mayn noch der Armee in Bayern nützenkonnte, denn am 6ten Juny waren alle Vertheidigungsanstalten der letztem über denHaufen geworfen.
Nachdem der Prinz Karl ohnweit Deckendorf oberhalb der Mündung der Iser aufeiner Brücke über die Donau gegangen "war, welche er in der Nacht hatte bei Pogen -schlagen lassen, delogirte er vermöge seiner genommenen Stellung alle FranzösischePostirungen längs dem Flusse. Der Marschall.von Broglio schickte an alle deta-schirte Corps den Befehl: sich schleunigst nach Regensburg zu ziehen, woselbst sieauch den sten eintrafen. Am nämlichen Tage kam der Marschall selbst dahin, um dengten von da abzumarschiren, und den Ilten mit der ganzen Armee hinter dem FlussePars bei Ingolstadt einzutreflen, woselbst er sich mit den Kaiserlichen auf 8000 Mann,zusammen geschmolzenen Truppen vereinigte, welche der Marschall von Seckendorfvon Landshut gerade nach Äigolstadt geführt hatte. Erst den gten verliefs der KaiserMünchen, und begab sich nach Augsburg, nachdem die Französischen Truppen dieGegend der Nieder-Iser geräumt hatten. Hier vernahm er den Rückzug der Franzö-sischen Armee von Ingolstadt nach Donauwerth, wo sie den agsten eintraf, fest ent-schlossen wieder in ihr Vaterland zurück zu kehren. Dieser Entschlufs, auf den er/nicht vorbereitet zu seyn schien, schlug alle seine Hoffnungen zu Boden. Bisher