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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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55
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hatte er sich-geschmeichelt, dafs sich die Französische Armee mit seinen Truppen heiIngolstadt vereinigen, uncl sodann unter dem Schutz dieser Festung das Glück derWaffen noch einmal versuchen würde. Da er aber nunmehr überzeugt wurde, dafser darauf jetzt nicht mehr rechnen dürfe, Unterzeichnete er noch den 27sten Juniuseinen Tractat mit dem Grafen von Kevenhüller , vermöge dessen seine im deutschenReiche bleibenden Truppen als Krtistruppen betrachtet, und von der Königin von Un-gern nicht feindlich behandelt werden sollten. Sobald die letzte Division der Franzö-sischen Truppen abinarscliirt war, besetzten jene Donauwerth. Der Kaiser reiste amfolgenden Tage, den 2 gsten Junius, nach Augsburg, und von da nach Frankfurt. Die-ser Fürst beklagte sich laut darüber, dafs er so grausam — dies war sein Ausdruck —von den Franzosen verlassen worden sey. Wir sind weit entfernt demselben unsereUnglücksfalle, an welchen er jedoch einigen Anteil gehabt haben konnte, zuschrei-hen zu wollen; wir gestehen vielmehr, dafs dieselben einen ganz andern Grund hat-ten. Die Verbindlichkeiten, welche dieser Krieg herbei führte, wurden nicht erkanntund daher schlecht erfüllt. Er mufste schlechterdings angriffsweise geführt werden,Und diesen Gesichtspunkt mufste man niemals verlieren. Wir wollen kein Urtbeilüber die Personen aussprechen, welche damals das Ruder des Staats führten, und blei-ben blos bei der Erzählung der Begebenheiten stehen. Die Kette von Unglücksfällenin ähnlichen Ereignissen ist die Wirkung so vieler zusammentreffender Ursachen, dafssie mit bösartigen Krankheiten verglichen werden könnten, welche man der verdor-benen Luft schuld giebt.

Schon die ersten Entwürfe waren fehlerhaft. Die ersten Mittel waren unzureichend,

Um aneriflsweise zu gehen. Die Hauptsache, feste Plätze fehlten uns, welche den

Erfolg unserer Operationen sichern konnten. Selbst einen Verteidigungskrieg konn-

ten wir eben deshalb in Baiern nicht aushalten. Wien hatte Oestreich gerettet, das

lst erwiesen. München konnte nie das werden was Wien war. Wäre es aber in Ver-

'beidigungstand und mit einigen guten Schanzen umgeben gewesen, um an der Ober-

^ Sfcr ein verschanzes Lager zu bilden: würde diese Stadt äufserst vorteilhaft zu Vor-

Iat bs. Niederlagen gewesen seyn, und man hätte, als in einem Mittelpunkte, alles dahin

2Us &Trimenziehen können, was zum Nutzen der Armee gereichen konnte: es sey nun,

dafs <he Armee an der Nieder-Donau gestanden hätte, oder im Fall eines Unglücks

S € uötlüg et g fcwesen W äre Rückmärsche zu machen. Hätt^ man aufser dieser Haupt-

-p tUr, S noch kleinere Festungen gehabt, wären die Eingänge von Tyrol durch gute

Erschlossen gewesen, hätte man nur drei kleine aber verteidigungsfähige

am Inn angelegt, wie z. B. Wasserburg, Braunau und Schärdingen: wäredßr Ar* .

,e db r -iser Dingelhngen oder Landau verschanzt gewesen, so wie an der

naU -^zhofen, woselbst Straubingen und Ingolstadt schon vorhanden waren; st»

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