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Zwar sind diese Beispiele äus dem Orient genommen, weil sie eben so berühmtals wahr sind;, allein, man wird- sehen dafs dieselben von Tliürmen bestricherienMauern zu allen Zeiten und in allen Landern eines gleichen Widerstandes fällig waren,sobald sie nur mit dem nämlichen Muthe vertheidigt wurden.
Belagerung von Meziares im Jahr 1521;
Pdter Düterrail, als Ritter Bäyard bekannt, dessen ganzes Leben als Ei heausgezeichnete Waffenthat anzusehen ist, ”‘> hatte nur Ein'mal Gelegenheit, sich bei Ver-tbeidigung einer Festung auszuzeichnen, und er tliat es mit demselben Erfolg, der alleseine kriegerisdien Unternehmungen begleitete. Die Stadt Mezieres ward mit einerBelagerung bedrohet, und der König wählte den Ritter Bayard sie zu verth ei'digeü.Die'Maas, welche die Stadtgräben anfüllte, machte ihr bestes Vertheidigungsmittel,denn sie hatte nur alte und schlechte Wälle, ohne alle Aufscnwerke, die erst späterin Gebrauch kamen. Die Besatzung bdstand aus einigen Compagnieen Geharnischter,* **)einiger Infanterie und einem Haufen junger adelicher Frei williger, nach damaligerSitte, und unter diesen der nachher genugsam bekannte Connetable Anne von Mont-morency. Das heftige Feuer der feindlichen Batterien— man zählte 5000 Schtifse ineinem Tage — brachte bald mehrere Sturinlücken zu Stande. Jedoch die ThätigkeitBayards sie wieder zu zu machen, und seine häufigen Ausfälle, in welchen er diefeindlichen Arbeiten zerstörte, verhinderten einen Sturm, der nicht eher statt findenkonnte bis der Wassergraben ausgefüllt worden. Der während dem entstandeneZwist unter den beiden Befehlshabern der Belagerer, dem Grafen von Nassau unddem General Sickingen, ward yon B ayard sehr klug benutzt, mit dem König einenEntsatz zu verabreden. Dies gelang. Der König brachte eine starke Hülfe von Trup-pen, Munition und Lebensmitteln in die Stadt, und Bayard gewann dadurch die Aus-sicht, die Geduld der Belagerer zu ermüden. Sobald diese aber Nachricht von derangekommenen Hülfe erhielten, gaben sie ein Unternehmen auf, dessen gehoffter Er-folg sich blos auf die Schwäche der Besatzung und den Mangel derselben an allemNöthigen gründete, das folglich jetzt gegen einen solchen Gommandanten unausführ-bar
») Er war 1475 in der Dauphine in einer zwar armen, ahey wegen ihrer aulgezeichneten Dienste■ im Kriege allgemein geschätzten Familie geboren.
**) Eine solche,' seit Karls VII. Zeiten fest bestehende Compagnie bejtand unter ihrem Rittmeisteraus einem Licutnant, einem Führer, einem Fähnrich, und. sechzig bis hundert adelichen Reutern,(Lances oder Glaives), Jeder der letztem hatte einen Schützen mit einem .Feuerrohr, drei Arm-brustschützcn, einen Knappen (Contilleuv) und einen Knecht (Valet) bei sich.
Anmerkung des UebersetzersJ