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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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bar werden würde. Man darf demnächst nicht verschwören, dafs' diese schlechten, ge-mauerten Wälle ein ungeheurer Gegenstand sind. Die Zeit ist nicht fern, wo selbstdie ansehnlichsten, für den Festungsbau bestimmten Gelder nicht dem zehnten Theileder nothwendigen Ausbesserungen genügen werden. Alle Anstrengungen werden un-zureichend seyn, und die Festungen werden offen bleiben.

Man mufs sich demnach für die Zukunft einen Entwurf zur Erhaltung und Her-stellung der besseren und nothwendigsten Festungen machen, um nur auf sie dieKosten zu wenden, und bei ihnen nur anerkannt nützliche Arbeiten zu unternehmen.Man hüte sich besonders, Werke auf einander zu häufen ; die wieder eine gröfsereMenge Futtermauern nothwendig machen, und stärkere Besatzungen erfordern: einNachtlieil, der bisher nie genugsam beachtet worden ist.

Der Marschall Vauh an, indem er den Angriff der Festungen zu seiner gegenwär-tigen Vollkommenheit erhob, fühlte nur zu gut die Schwächen der von ihm selbst er«baueten, und zeigte die Mittel an, ihnen abzuhelfen. In seiner Abhandlung von der Ver-teidigung empfiehlt er gute gemauerte Abschnitte in den Kehlen der Bollwerke, undverSchänzte Läger bei allen wichtigem Festungen, die sich dazu eignen. ' Dieersterh sind um so wichtiger, als sie mit geringen Kosten auszuführen sind: alsdadurch das Bollwerk zu einem Aufsenwerke , und eine zweite Einfassung gebildetwird, die keine Verstärkung der Besatzung heischet, und doch die stärksten Verthei-digungsmittel darbieten kann.

Auch das zweite Mittel würde sehr nützlich seyn; denn i) würde ein verschanz-tes Lager den Feind von der Festung entfernen, und ihren Umfang vergröfsern ; 2)

würde es als Niederlageort für Futter, Munition, Geschütz, Wagen u. dgl. dienen, diefür das Heer so nothwendig sind, und die man nicht gut in den Festungen unterbrin-gen. kann, deren Sicherheit sie zum TJeberflufs gefährden. Wie sind sie aber ohne grofseKosten anzulegenP Und welches mufs ihre Einrichtung seyn, damit sie durch eii\kleines Corps vertheidigt werden können P Es ist nicht bekannt, ob der grofse Mann einMittel wufste, diese beiden grofsen Zwecke zugleich zu erfüllen. Man findet nirgendsetwas davon; allein es ist möglich, hierin auf eine sehr vortheilhafte Weise zu genügen.

Die Abschnitte in den Bollwerken wollte er schon selbst anbringen: zwar nicht inden von ihm schon erbaueten Festungen, welches allerdings zu verwundern Ist, sondernbei dem Neubau von Landau und Neu-Breisach. Hier sind die Contregarden nichtsanders, als abgesonderte Bollwerke, und die mit der Courtine verbundenen Bollwerks-thürme wirkliche Abschnitte -in der Kehle der Bollwerke, wodurch eine doppelte Um-fassung entstehet.

: Diese bei keiner andern Festung anwendbare Art verursacht jedoch einen bedeu-

tenden Aufwand, und die Kriegsbaumeister sind' darüber einig, dafs ihr Nutzen jenem