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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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123
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'nicht entspricht*) Es ist schon oben eines der Ihnen eignen Nachtheile gedacht worden..Man hat sogar .zur Zeit des Marschalls A sf eld sie zu Landau abzuändern gesucht, und•dieses Beispiel berechtigt zur Nachfolge.

Ehe wir jedoch über die Abschnitte in den Bollwerken selbst Betrachtungen an-itteilen, müssen wir bei den grolsen Nachtheilen der gewöhnlichen Futternaauern, ihrerWälle verweilen, und bei den Mitteln, ihnen zu begegnen, da diese letztem ganz beson-ders zu Erreichung der eigentlichen Absicht führen.

Die Bauart der bekleideten Wälle schadet ihrer Dauer und ihrer Festigkeit. Wozuso hohe Mauern, und warum ihnen den Druck des Walles aulbürden? Es ist leichtzu erweisen, dafs das eine ihrer Dauer, und das andere ihrer Vertheidigung schadet,

Mauern, hinter denen Erde liegt, können unmöglich so lange dauern, als freistehende. Die letztem gewähren dem Belagerten eine treffliche Verbindung, um ge-deckt dem Feinde in die Flanke zu kommen, und ihn mit stärkeren Streitkräften amFufse der Bresche anzugreifen, als er selbst auf diesem beschrankten Raume ins Gefechtbringen kann. Die .Futtermauern des Walles hingegen verschliefsen dem Belagertenjeden Weg, dafs er nur oben von der Bresche und ohne alle Deckung an den Feind kom-menkann, um zwei tiefe Colonnen von vorn anzugreifen, die durch die beiden Deber-.gangsdämme mit der ganzen Belagerungsarmee in Verbindung stehen, und die durchdas ganze Feuer des Logements auf dem Glacis unterstützt werden. Ohne Wahrschein-lichkeit, in einer so nachtheiligen Lage noch etwas leisten zu können, bleibt der Be-satzung nichts übrig, als sich zu ergeben. i: ‘*)

Sobald man hingegen die Futtermauer 12 bis 18 Fufs von dem Erdwalle abrückt,wird alles anders und vortheilhafter, sowohl zur gröfsern Dauer des Mauerwerkes, alszum kräftigeren Widerstande. Wodurch kann der Feind bei einer solchen Einrichtungseine Flanke sichern? Wie darf er es demnach wagen, Kanonen auf die Bresche zubringen? Schon hieraus gehet der grofse Nutzen für die Vertheidigung hervor. Dazugleich die Futtermauern bei dieser neuen Einrichtung bedeutend niedriger werden,und nicht durch den Erddruck leiden, müssen sie nothwendig länger dauern. Sie

*) Die Absonderung der Bollwerke zu Neu-Breisach vermittelst der Bollwerksthilrme erfordert eineVermehrung des Mauevwerkes ton 1751 Würfel-Toisen. Dies beträgi, nach dem in Paris üblichenPi eise, zu lio Franken die Würfel-Toise mit Eiuschlufs der Erdarbeit, auf jedes Bollwerk aioiaoFranken, und auf acht Bollwerke 1,630,960 Frauken mehr.

Anmerkung des Verfassers.

**) Das die ganze AngiifFsseite umfassende Logement auf dem Kamme des Glacis ist eine neuere Er-findung, wie schon oben gesagt. Es dienet zu kräftiger Unteistützung des Angriffes auf den Haupt-Wall, und ma*kt den Belagerer zum ungestörten Besitzer der Aufsenweike. -

Anmerkung des Verfassers.

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