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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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tonnen uberdleses, mit geringem Aufwand, durch Verbindung'der Strebepfeiler’mitbombenfesten Gewölben verstärkt werden* um längs der Bollwerke, ihren Abschnitten undider Courtine bedeckte Batterieen zu haben, die zugleich Vorbindungsgänge rings um•die Festung bilden, und einen Zweiten bedeckten auf der Höhe des Wassei-spie-

r gels bilden* und so. die Vertheidigungsniittel der Besatzung vervielfältigen^ .Tab. HI. 'Fig. i. und 2., und Tab. II. Fig. 3. zeigen den Grundrifsund Durchschnitt'der so ein-gerichteten Futtermauern mit den Kasematten, von Einern und von zwei Stockwerken., Dasalte Mauerwerk ist punktiret, oder nach'einer andern Richtung, schrafirret als das.- neuere.Wie soll der Feind in diese gemauerte Masse Bresche legen? wie sich gegen das ge-deckte Feuer auf seine Batterieen und den Uebergang.über den Graben schützen? wiejenes zum Schweigen bringen;'und wenn er'es nicht vermag: wie auf die Bresche kom-men, deren Trümmer stets hinweg geräumet .werden, und deren Fufs der Belagerteaus seinen bedeckten Gängen-vertheidiget? Wie-soll er einen blofsfen Eidwall zerstö-ren? welche ungeheure Menge Kanonenschüsse-wird erfordert, ihn nur einigermafsenabzuschrägen! Gelingt es ihm auch.endlich, die Bresche zu- ersteigen, -wird ihn derAbschnitt in der Kehle des Bollwerks nöthigen, sich auf ihr festzusetzen: wird dasLogement von allen Seiten aus dem Abschnitte und von den Traversen beschossen,und vermittelst der Gallerie von dem Belagerten unaufhörlich angegriffen. Kann manwohl behaupten: essey unter den Umständen dem Kelagerer möglich, Kartonen gegen<len Abschnitt auf die Bresche zu bringen? Er kann eben so wenig sich rechts und-lipks, die Bollwerksflanken entlang, ausbreiten, • um an den Abschnitt zu gelangen, undIhn von hinten anzugreifen: wie es. ohne aLle Schwierigkeit bei einem gewöhnlichenWalle geschiehet. Das Logement des Belagerers wird hier von vorn,' von den Sei-ten und im Rücken beschossen: er kann sich nicht darin halten. Was kann er tliun?Er mufs den gewölbten Gang angreifen, und Bogen für Bogen nebst den Traversenzerstören, welche'den trocknen Graben bestreichen. Welcher Zeit-und Menschenver-lust, wird aber nicht dadurch herbeigeführet! Und dennocli ist diese Einrichtung derFuttermauern weit wohlfeiler, und sie werden viel länger dauern. Alles spricht für sie,und unsere schwachen und bald vergänglichen Festungen mit Bollwerken würden durcheine solche Veränderung Stärker, und leichter zu unterhalten seyn. Haben sie im Ge«^entheil keine Abschnitte: müssen sie sich ergeben, sobald die Bresche ersteiglich ist.Denn aväre auch die Flanke noch in gutem Zustande, und fähig, den Damm über denC-raben sehr zu .beschädigen: wird doch ihr Feuer nie eine Kolonne Infanterie in derkurzen Zeit vernichten können, welche sie zum Uebergang *nötlng hat. Die Festungwird eben so gut erobert, als ob sie ohne alle Flanken wäre, wie das Beispiel vonBergen op Zoom hinreichend beweist. Fallen auch einige unglückliche Opfer währenddieses Autücketis; der Wall wird nichts desto Wenigei? erstürmt.