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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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Der schon öfter erwähnte Major Grenier behauptet zwar: „dafs gut erb'auete„Futtermauern, von der Höhe angemessener Dicke, nicht durch den Druck der Erde„leiden, der nur als solcher gegen sie wirke, aber keine Perkussionskraft äufsere: so„wie eine auch noch so hohe Mauer ihre Gruiftüläcbe nicht durch ihre Schwere be-schädiget, Duft und Witterung sind ganz andere Feinde, denn die äufseren Theile„bedürfen einer immerwährenden Ausbesserung, während die an der Erde liegenden„sich gut erhalten. Es könne demnach dieses gänzliche Freistehen der Dauer des„Mauerwerkes unmöglich zuträglich seyn.

„Wenn man-die Bresche gegen den ausspringenden Winkel der kasemattirten„Mauer leget, sind die trocknen Graben vor den Bollwerksfagen von den feindlichen„Batterieen im bedeckten Wege bestrichen. Sie gewähren daher keinesweges eine„sichere und gedeckte Verbindung, um dem Feinde in die Flanke zu fallen, und ihn„am Fufse-'der Bresche anzugreifen. Es wird im Gegentheil nicht möglich seyn, sich„der Bresche in dieser abgesonderten Mauer zu nähern, um ihren Zugang zu verthei-„digen, und die trocknen Gräben, die nach Oeffnung der Mauer ohne Verteidigung„sind, geben dem Feinde vielmehr Gelegenheit, sich hier zum Sturm auf das Boll-„werk zu versammeln.“

„Bei einer gewöhnlichen Futtermauer wird der Angriff durch die Breite der Sturm-„lücke beschränkt: man kann im Innern des angegriffenen Werkes Abschnitte machen,„die sich an die noch stehenden Theile der Futtermauern leimen. Der Feind mufs„diese von vorn angreifen: während jeder Abschnitt in einem Werke ohne Mauerver-„kleidung umgangen, und von hinten genommen werden kann. Die Futterniauer giebt»»demnach mehr Vertlieidigungsmittel, als die freistehende Mauer.“

„Ja die letztere wird um nichts schwerer zu öffnen seyn als jene. Um einen„bekleideten Wall ersteiglicb zu machen, ist es nicht genug, die Mauer umzustürzen:»dies mufs auch mit den Strebepfeilern geschehn. Bei der freistehenden Mauer sind»öte Strebepfeiler blos, und daher leichter niederzuschiefsen, als wenn sie in der Erde»hgen. Die auf ihnen, ruhenden Gewölber müssen nothwendig durch ihren Einsturz:>den der Schild- oder Vordermauer beschleunigen. “

»>Es bedarf keines einzigen Kanonenschusses, um die Böschung eines unbekleide-ten Erdwalles ersteiglicb zu machen. Wäre der hier aufgestellte Grundsatz wahr,»dafs es dazu einer unendlichen Menge Kanonenschüsse bedarf: würde man die KostenMauerbekleidung gänzlich ersparen können. Es scheint, der Marquis habe deshalb»Seine Mauern von dem Erdwall gesondert. Alle Kriegsleute wissen jedoch, dafs jede» ^geschüttete Erdböschung ohne weiteres ersteiglich ist.“

J'-'S ist jedoch allerdings wahr, dafs der Druck der Erde nachtheilig auf die Futter-auern Vl rkt. Wäre dies nicht: würde jeder, auch noch so schwache Damm der an ihm