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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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185
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£ i 1 f t e s Kapitel.

Nähere Beschreibung und Ausführung der Zangenvv erfca.

I 3 ie Hauptgrundsätze) auf welchen .die Befestigung mit Zangenwerkett beruhet,sind :

1) Jede, zur Verteidigung irgend eines Werkes bestimmte Flanke ist besser alseine andere, wenn sie länger ist. Das heilst: eine 60 bis 120 Toisen lange Flanke hatvor einer andern, von 27 bis 30 Toisen, den Vorzug.

2) Eine bedeckte Flanke- ist Vorteilhafter als eine offne.

3) Eine offne Batterie von 4 oder fünf Kanonen, kann eine doppelt so starke,und bedeckte, nicht vernichten. Die letztere wird hingegen die erstere zerstören, undzwar um so eher, je fester sie selbst gebauet ist, und jemehr sie Geschütz enthält.

4) Das sicherste Mittel, die Festungswerke in einer Belagerung unbeschädigt zuerhalten, ist: das gegen sie aufgeführte feindliche Geschütz zu zerstören. Die Mauernsind die stärksten, welche map nicht heschiefsen kann.

5) Die möglich vortheilhafteste Aufstellung des Geschützes in der Festung gegendas des Belagerers, um eine vollkommene Ueberlegenheit über dasselbe zu erhal-ten, ist demnach die vorzüglichste Eigenschaft, welche man den Festungswällen gebenkann.

Aus dieser kleinen Anzahl unumstöfslicherWahrheiten folgt; dafs eine Befestigungs-weise besser ist als eine andere, sobald ihre Streichwehren (Flanken) länger sind,und ihr Geschütz beständig gedeckt und so aufgestellt ist, dafs es dem ihm entgegen-stehenden vier- bis zehnmal überlegen bleibet.

Um diesen wichtigen Zweck zu erreichen, ist das Zangenwerk, dessen Umrifs imAllgemeinen das vorhergehende Kapitel enthält, angeordnet worden, wie Tab.XI. zeigetMan siehet hier am Winkel a die doppelte kasemattirte Hauptmauer hinter dem Haupt-graben, sowohl im Grundrifs als von oben. Am Winkel b istj, an die Stelle dieserMauer, ein niedriger. Vertheidigungsgang gesetzt, und äufserlich mit Erde bedeckt, derzwar minder stark aber auch ungleich wohlfeiler ist als jener, und ein bedeutendes Annä-lierungshindernifs j eine Ueberschweramung, sumpfigen Boden etc. voraussetzt. Ein.

ErsterBand. A a

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