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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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Vorgraben giebt Gelegenheit zu einem völlig lierumlaüfenden Mantel (Enveloppe)von Erde, der nicht sehr kostbar ist, und dennoch sehr wesentliche Vortheile darbietet.Ein bedeckter Weg mit seinem Glacis umgiebt das Ganze, ( und ist in den eingehen-den Winkeln durch, ein Reduit mit gemauerten Flügel werken (ailerons) verstärkt.Alle diese Flankenkasematten sind nichts anders, als halbe Caponieren, mit den, durchihre Lage und die deshalb nöthigen 'oder möglichen schwächeren Dimensionen, herbei*geführten Abänderungen, deren Zweck Ersparnis, dpr Baukosten ist.

' Der Mantel ist an den aufspringenden Winkeln abgeschnitten, und aufserdem nochmit Traversen gegen die Enfilade verseilen.

Hinter *dem Hauptgraben und der kasr-rnattirten Mauer liegt ein Erdwall, mit einem

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Wasrergratren hinter sith, zum Schütz des irinern Walles, der, wie alle Graben, durchgewölbte Geschützstände in den eingehenden Winkeln bestrichen wird. Auch liiersind die ;: äüssprMi^erfden Winkel dei Haüptwalles' durch Traversen bestrichen, and inder Kehle durch eine Mauer mit ScKüfsSpalten, und durch einen runden Thurm fni tvieleckigem Fufs (Tour angulaire) auf der Capitale abgeschnitten. Dieser dient alsletzte Zuflucht, und auf allen nicht angegriffenen Seiten als Pulvermagazin.

Die Durchschnitte, Tab.XII. Fig. t. nach der Linie AB, zeigen die nähere Beschaf-fenheit des Haüptwalles, die Kasematte mit ihren zwei Stockwerken im eingehendenWinkel, die kren'elirt'e Mauer am Rafnde der Wassergräben, die Couvrefage, blos fürInfanterie bestimmt, uni dem Feinde keinen Rahm zu Aufstellung des Geschützes zulassen. Aüs den dabei angebrachten Aufrissen erhellet die Beschaffenheit der Flan-ken, welche alle Gräben mit 10, 12 bis 24 Kanonen bestreichen, um die Contrebatterieenunfehlbar zum Schweigen zu bringen, und den Uebergang über den Graben so gutals unmöglich zu machen. Nichts kann wohl" wirksamer seyn, als das Feiler dieser ge-wölbten Flanken, die Sich der Errichtung tfer zweiten Batterie und dem Uehergangeentgegensetzen; man kann durch die im achten Kapitel gegebene Beschreibung derCäponieren davon urtheilen. Obgleich diese Flanken niedriger sind als jene, haben siedoch nur Einen Schützengang weniger. Der'Belagerte hat immer zwei Batterifcen undzwei bedeckte Schüt'zengänge ^in Seiner fifand, deren Feuer er auf jeden beliebigen Punktrichten, und dem nichts widerstehen kann. Man wird jedoch in der Folge eine andere,noch vortheilhaftere Einrichtung dieser tranken sehen, die nöch mehr Veftheidigungs-juittel darbietet, und zugleich einen nöch höheren Grad von Sicherheit gewähret.

Der, Durchschnitt Fig.a. nach der Linie CD, gehet durch die kaSemattirte Flanke,ihre Scliiefsscharten und Ra’uclilöcher VW von 6 Quadratfufs, und giebt die Artsichtder ikTeheriflanke. Jedes Gewölbe hat vier solche Rauchlöcher, welche 24 QuadratfcifcÖeffhnng ausmachen; mehr als zu viel, ürh allen Rauch schnell hbzufütireh? Man ste-llet hier äucli die beiden Schützörtgänge mit ihren Schiefslöchefta Im Durchschnitt und