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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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Von den Grundsätzen der Vergleichung der Befestig uugsvrerlte»

26) „Sobald wir an irgend einem Dinge, das uns nützlich werden kann, etwasvorzügliches oder weniger gutes wahrnehmen, ist es eine Eigenthümlichkeit des Ver-Standes, die Eigenschaften jenes Dinges an einen Vergleichungs-Maafsstab zuhalten. Durch diesen Maafsstab, der selbst bei den grobem Künsten statt findet, kön-nen wir über den Grad der Vollendung ihrer Erzeugnisse urtheilen; denn alles, wasdie Kunst oder die Natur liervorbringt, ist immer nur vergleichungsweise gut oderschlecht. Auch die Befestungskunst hat ihren Vergleichungs-Maafsstab, der ausden Kosten und den Wirkungen bestehet. Soll er wirklich brauchbar werden,müssen seine beiden Elemente genau und vollständig bekannt seyn.“

27) ' Wir haben gesehen (jNo. 25.) dafs es unerläfslich ist, den Aufwand für Be-festigungswerke bei ihrer Vergleichung in Anschlag zu bringen; ohne diesen würdeman den Werth ihrer verschiedenen Bauwerke unmöglich vergleichen, und das Bessereauffinden können. Nun lehret aber die Erfahrung den Baumeister, wie viel Zeit,Arbeiter, Materialien und Gerätlischaften aller Art, das heifst Kosten erfordert wer-den, um irgend ein Gebäude aufzuführen. Folglich sind die Baukosten aller Befesti-gungswerke vollkommen bekannt.“

28) . Wir haben gleichmafsig gesehen: dafs die Erfahrung im Kriege lehret, wieviel man mit allen nöthigen Mitteln Zeit gebrauchet, uin die verschiedenen Angriffs-arbeiten auszuführen, deren-ganze Summe wir die absolute Stärke der Befestigungs-werke nennen wollen. Die Erfahrung lehret ferner: welches Verhältnis zwischen den■Gefahren ünd Schwierigkeiten der verschiedenen Handlungen des Angriffes und derVerthei( ,! s 'ing im feindlichen Feuer, oder den Elementen der absoluten Stärkestatt findet. Jeder begreift z. B., dafs die Hindernisse wachsen, je-näher man demWalle kommt: 1) Das Feuer reicht nur bis auf eine gewisse Weite. 2) Je näher es ist,tun so besser trifft es; die Schüsse haben geringere Abweichungen, und das Terrainwird stärker bestrichen. Hieraus fliefst der Grundsat«: dafs die Streichen oderFlanken nicht zu nahe am Zielpunkte seyn können. 3) Gewisse Theile desFeuers der W^rke können anfangs durch andere verdeckt seyn, treten aber nachherin Thätigkeit, wenn das Ziel näher kommt.“

29) „Es müssen daher die unvermeidlichen Angriffsarbeiten, um sich dem Wallebedeckt zu'nähern, notliwendig langsamer werden, je näher sie kommen. Ihr Ganggeschiehet folglich mit abnehmender Geschwindigkeit, £0 wie sich von Seiten des Feuersder Werke mehrere Hindernisse zeigen. Kommt zu dieser Schwierigkeit noch dieeiner Vermehrung des Feuers durch Anwendung neuer Streich wehren, die man früher■nicht benutzen -konnte: so folgt, dafs man die Nähe des ersten Feuers, weiches sich