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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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der Annäherung entgegensetzt, durch die Zahl der nachher in Wirksamkeit tretendenneuen Streichwehren vermehren rnufs, um die Gröfse der Schwierigkeit, sich der Festungzu nähern, zu finden. Diese Anzahl neuer Streichwehren aber, deren Feuer sich nachund nach gegen den Gang des Angriffes vereiniget, so wie er näher rückt, ist ein■wesentlicher Theil der richtigen Anordnung der Werke. Die abnehmende Ge»schwindigkeit des Angriffes stehet demnach mit ihrer Entfernung, vonder, Festung im Verhältnifs, vermehrt durch, die mehr oder wenigervortheilhafte Anordnung der Werke.“

3 °) „Die Erfahrung im- Kriege, verbunden mit Beurtheilung, hat den Kriegs-leuten die Vorzüge und Nachtheile gewisser Schlachtordnungen, Bewegungen u.,s. w,gezeiget, die nach und nach von den Armeen angenommen oder verworfen wurden. Sohat es auch einer Menge vereinter Beobachtungen wirklicher'Belagerungen bedurft,um die, mittlere Dauer und die zunehmende Schwierigkeit der Arbeiten zu bestimmen,welche durch das Feuer der Festungswerke erzeugt wird. Es hat sich aber seit einemJahrhunderte Nichts im Gebraucli der Angriffs Waffen: gelindert, daher auch nichts inder Führung des Angriffes.. Folglich giebt uns die Erfahrung von mehr als einhundertBelagerungen, deren genaue Tagebücher' aufbewahrt worden sind, hinreichend genaueMittelzahlen, um die Dauerzeit des Angriffes als völlig bekannt annehmen zu können.“3 >) „Zwar finden sich im Einzelnen dieser Kriegsthaten eine Menge abweichen-der Umstände, die nicht in unmittelbarer Beziehung zur Befestigungskunst stehen: wiedie Anwendung oder Nichtanwendung der Minen, mehr oder weniger Ausbrüche derTapferkeit, Ausfälle, Gegen-Laufgräben, Abschnitte in den Festungswerken, mehrH ülfsquellen in einer Festung ' als in der andern etc. Alle diese Nebenursachen ——die eine gute Befestigungsart allezeit begünstigen inufs — haben oft bei eben dersel-ben Festung grofsen Einflufs auf die Dauer der Belagerung gehabt. Es scheint-daherauf den ersten Blick sehr schwierig, durch ihre Dauer so sehr verschiedenartige. Ver.theidigungen auf eine richtige Mittelzahl zu bringen. Der einsichtsvolle Ingenieur-

Offizier aber unterscheidet leicht die, aus besonderen Ursachen hefrülirenden Wirkun-

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gen. Er findet leicht, um wie viel die Minen den-Widerstand von Bergen op Zoom,weit über die. wahren Verdienste der Cöhornischen Anlagen, verlängerten. Er weifsgenau anzugeben, was bei den schönen' Vertheidigungen von Grave, Landau,Lille, Aix, Bethune, Douai, Prag etc. blos dem Muthe der Belagerten oder derUnerfahrenheit der Belagerer zuzuschreibeu ist.“ , t

32) „Wäre es ja noch nötTrig, so gut erwiesenen W a l ir ^ e ^ en noch,.das Zeugnifsaufgeklärter Kriegsmänner beizufügen, so findet es sich in der Kriegskunst des Mar-schall von Puysegür (I.Th., Kap, 2., Art. 4.): „Von allen Tbeilen des Krieges ist„bis jetzt nur allein der Angriff und die Vertheidigung der Festungen, so wie die Art,

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