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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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„sie zu befestigen, auf'bekannte Grundsätze gebracht. Diese Grundsätze sind aus der„G.eometri» gezogen, und so< strenge erwiesen, dafs, wer sie gründlich studirt hat, und„sie mit Eifer und Verstand an wendet, bis auf wenige Tage die Zeit bestimmen kann,,.,i.n welcher eine Festung eingenommen seyn wird, deren Befestigungsart bekannt ist.„Dies geschieht durch eine Schätzung, wie viel Tage sich jedes einzelne zu .er-„obernde Festungswerk halten kann.“ Eben so findet man in der gedruckten. Ab-handlung des Marschall Vauban „lieber die Verteidigung der Festungen“ (8- 1769»p. jti Sh 85 » 1 85 -) die Notwendigkeit, die Grundsätze, und selbst kurze Vorschriftenzu dieser Abschätzung. Aus einem handschriftlichen Aufsatz über die Stadt und dasSchlofs von Casal erhellet, dafs er im Jahr 1681 die Widerstandsdauer der Werketnit ihren Baukosten verglich, um über die Ausführbarkeit seiner Entwürfe zu ent«scheiden.“*)

33 ) »»Es ist demnach erwiesen, dafs die beiden Elemente unseres Vergleichungs-'Maafsstabes der Festungen vollkommen bekannt sind: ihr Aufwand und ihre Stärke.Es war daher den Ingenieuren nicht schwer, hieraus eine allgemeine Formel für - denverhältnifsmäfsigen Kriegswerth aller Befestigungswerke herzuleiten. Sie schlossennelimlich: da jede Befestigung um so besser ist, je gröfsere Whrkung siebei geringen Kosten leistet, so wird ihr Kriegswerth ausgedrückt durchdie Summe ihrer Wirkungen, getheilt durch die Baukosten; daher ver-halten sich die Werthe aller mit .einander zu vergleichenden. Weckeoder befestigten Fronten, wie die aus jener Division kommßHden Quo-tienten, oder (mathematischzu sprechen) wie ihre Momente“

34 ) „Das Finden dieser Momente der Befestigungen wollen wir ihre Analysanennen. Der daraus hergeleitete Maafstab ist der wahre Probierstein der Kunst, einescharfe Waage, die den Werth der Befestigungswerke untrüglich zeigt. Ihr Gebrauch,erhebt die Befestigungslcunst zu einer positiven Wissenschaft, indem sie das wirklichund erwiesen brauchbare yon den willkürlichen Ideen und blofsen Speculationen son-dert, von Schriftstellern erzeuget, die blos den guten Willen haben, ohne.-die SacheSelbst zu verstehen. Durch diesen Maafsstab läfst sich erweisen, wie und worinnendiese Wissenschaft seit des Marschalis Va u b a n Zeiten bis jetzt ununterbrochen fort-geschritten ist: in der Verteidigung, im Angriff, im Rau und in der innern Einrich-tung. Nur aus Unbekanntschaft damit, ist die eben so oft wiederholte als ungegründeteBehauptung entstanden: dafs die Vertlieidi gung weit hin.ter dein Angriffezurückgeblieben sei. Die Französischen Ingenieure haben in den vergangenen

'*) dev Nutzen dieser Werke .unbestreitbar ist ; mtvfs mis zeigen, dafs ihr Aufw-lud sie nicht ver-

werfen machen kann.“

Zweiter Band.

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