ner andern, bessern oder schlechtem Festung, grofs oder klein nennen kann. Um überden wahren Werth irgend einer Sache zu entscheiden, mufs man ihre Vortheile undihre Wirkungen untersuchen. Wird meine Befestigungsart schlechter befunden, als diegangbare: wäre alle Berechnung der Baukosten überflüssig. Es ist daher zuvörderst zubestimmen, was das Bessere ist? Man kann übrigens mit dem Zangenwerke zufriedenseyn, dessen Baukosten nur doppelt so hoch, als die eines Zwölfeckes mit Bollwerkenangeschlagen werden. Besitzt übrigens das Zangemwerk eine vier- bis zehnmal gröfsereWiderstandsfähigkeit, so da-fs man es für unbezwinglich ansehen kann, wird jedermannseic-e Wohlfeilheit zugestehen müssen. (No. 79.)
Die Schätzung der Baukosten geschiehet jedoch von den französischen Herren In-genieuren auf eine ganz eigenthümliche Weise. Sie haben nemlich durch die Verglei-chung aller Preise auf den Grenzen das Verhältnifs zwischen der Erdarbeit, dem Mau,erwerk und den gehauenen Steinen, wie I : 17 : 13 gefunden.
Hier bleibt Vieles zu Wünschen übrig, was vielleicht einen Theil der ihrjdn allein,eigenen Geheimnisse ausmacht. Was wird eigentlicli unter Erdarbeit (transport desterres) verstanden? In Paris kostet jede Würfeltoise Erde auszugraben und wegzu*schaufeln — abgesehen von der Beschaffenheit des Bodens, und der Holte, auf welchesie gebracht werden mufs-— 4 Livres. ■ ‘
Die Würfeltoise Mauerwerk von. rohen Steinen soll siebenzehnmal mehr kosten,oder 68 Livres, und die Quadrattoise gehauene Steine noch mehr, oder. 72 Livres.^ Allein, dies Verhältnifs ist nach den gangbaren Pariser Preisen nicht ganz richtig.Die Würfeltoise Mautrwerk würde 25 mal anstatt 17 male, mehr kosten, als 4 Livres,der Preis einer Würfeltoise Erdwerk. Folglich wäre der Preis des MauerwerkesI02 Livres, und einer Würfeltoise gehauener Steine 526 Livres, Alles in Allem ge-rechnet. Nimmt man nun die Stä'rcke der gehauenen Stein.e zu 18 Zoll an, denn we-niger darf sie nicht seyn: so ist die Quadrattoise 131J- Livres, da sie nur 103 Livresbetragen würde, wenn man zu dem Werth ein zv Würfeltoise Mauerwerk hinzusetzt.Das Verhältnifs ist demnach schon- in diesem einzelnen Falle nicht das wahre; wiekann man es auf eine so. unbestimmte Weise allgemein machen wollen?
Der so gefundene Aufwand nun soll, zum Divisor der Widerstandsdauer dienen,tum das Moment, d. h„. den eigentlichen Kriegeswerth der Festungen,- zu be-stimmen, auf den so mancherlei Dinge Einflufs haben, die man daher auch nothwen-dig mit'in Anschlag bringen müfste. Eine stärkere Geschützmenge, mehr oder wenigerMunition, mehr oder weniger Soldaten,, und gute Offiziere- Wo soll man hierüberAuskunft finden, wenn man nicht seihst Augenzeuge war? Wie läfst sich entscheiden*was man jehebt Zufälligkeiten,, was der Beschaffenheit der Festungswerke selbst zu.schreiben darf? (Einleitung Nr.. 31.) Selbst bei der gröfsten Schärfe solcher R-ech.nun gen lassen sie sich doch nur auf dieselben, Wder ihnen genau ähnlichen Festungen