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dahin kommen, aus Mangel an Unterhalt verlohren zu gehen. Mit 'dergleichen Ein-würfen kann man sich blos bei einem Minister empfehlen, der weder Lust noch Mit-tel hat, Festungen zu bauen. Früh oder spät wird jedoch der Nachtheil dem Staatefühlbar werden. Das Seewesen will nur Schiffe haben: das Finanzwesen hat keinGeld, und behauptet deswegen, dafs die Festungen unnütz sind. Fraget man aber dieVernunft, wird man sich nicht irren. Man täuscht sich nur zu gern, wenn es ‘daraufanlommt, Schwierigkeiten auf die Seite zu räumen. So bekommt man weder Schiffenoch eine Festung: und so giengen Carthagena, Havanna, Canada und Pondichery ver-lohren, und werden es bei jedem neuen Angriffe wieder. Wenn die Nordamerikani-schen Freistaaten, nachdem sie ihre Unabhängigkeit durch Siege begründet haben, nichtauf den wichtigsten Punkten ihrer Küsten gute Festungen anlegen, werden sie nie einenbedeutenden Rang unter den Europäischen Mächten behaupten. Wenn Frankreichund Spanien fortfahren, ihre Kolonien vertheidigungslos zu lassen, oder bei denen,welche sie befestigen, nach so schlechten Grundsätzen zu verfahren, dürfen sie nurerwarten, sie zu einer oder der andern Zeit zu verliehren, sey es durch feindliche Er-oberung oder durch einen allgemeinen Aufstand " r ). Das Beispiel und der glücklicheErfolg der Nordamerikaner wird gewifs Nachahmer finden. Warum haben die Regen-ten es für nothwendig gefunden, in grofsen und volkreichen Städten Citadellen zu er-bauen? Die Provinzen sind nur als viel gröfsere und mehr bevölkerte "Städte anzuse-hen. Man kann dem Wankelmutlie der Menschen nur durch die offenbare Unmög-lichkeit Vorbeugen, ihm zu genügen. Die Festühgen, zur Verteidigung gegen Aus-sen nützlich, sind zu Erhaltung der Ruhe iin Innern nothwendig. In Hinsicht derGrenzen und Seeküsten eines grofsen Reiches ist. dieser Grundsatz anerkannt und be-folget: wie darf man ihn in Beziehung auf die durch das weite Meer abgeschiedenenKolonien verwerfen?
Ich erachte mich demnach berechtiget zu schliefsen, dafs jede Regierung, welchefeste Grundsätze und ihren richtig verstandenen Vortheil itn Auge hat, Festungen inihren Kolonien haben mufs: dafs sie alles anwenden w r ird, ihre Stärke zu erhöhen, unddafs sie selbst eilen wird, sie unangreifbar zu machen, wenn es irgend Mittel dazugiebt. Sie kann nichts besseres für ihre Rühe und für ihr Glück thun, und ist um somehr verpflichtet'dazu,"je weiter ihre Besitzungen entfernt sind. Ist jeder im Stande,das Seine zu beschützen, wird die ganze Welt Frieden haben. Sind aber die Men-schen wohl fähig, ein so grofses Gut zu geniefsen?
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'^) Mit prophetischem Geiste schrieb dieses der einsichtsvolle Verfasser iin Jahre 177S.
_ - • Aiimerk. d, Uebers.