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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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198
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Tab, XXI Eg. 7'zeiget die beiden bedeckten fieschützlagÄö des Forts, fig. g aberdie obere offene Batterie, deteen Scharten nach Tab. X eingerichtet, und in den Zwir<Scheuräumen des Holzw.efk.es ausgemauert sind, dafs die Dicke des ersteren zwei Fufs,und die der Mauer drei Fufs, zusammen fünf, beträgt. Die Decke wird von hölzer-nen Ständern getragen, deren Vermögen bekanntlich sehr grofs ist; die Festigkeit de*Ganzen fallt dadurch von selbst in die Augen, Das Fort stehet auf einem Felsenbo«.den, Fufs über der höchsten Fluth; es kann daher nie von den Wellen berühretwerden, und ist, bei gehöriger Unterhaltung und Auswechselung der verfaulenden Holz-stücken, von immerwährender Dauer. Matt inufs jedoch was mir nie erlaubt wordeneist die Holzbedeckung unter der Erde mit schwachen Bleiplatten odermit verzinntem Bloch bedecken, um das Durchsintern des Wassers zu verhü-ten, das bei allen oben mit Erde bedeckten Gewölben statt findet. Dergleichen Fort*,von verschiedener Form und Gröfse, lassen sich wohlfeil und in-kurzer Zeit erbauen,und sind, mit einer starken Geschützzahl besetzt, in jeder Lage furchtbar. Die Vor-theile des Forts auf der Insel Aix, das über 150 Sedhsunddreifsigpfiinder enthielt, de-ren neue Richtbaumlaffeten sich schnell und leicht von drei Mann bewegen lie-fsen, waren so in die Augert fallend, dafs' zu Verteidigung der ftheede von .Cher-bourg ebenfalls kasemattirte Forts und Richtbaumlaffeten bestimmt wurden.

Gegen die Landseite der: Insfel Aix hatte das Fort ein Aufsenwerk 4, 5, 6, 7, 8»von einer Vertheidigungsmaupr 9 gedeckt, die vondem-Wachtgebäude M bestrichenwird. Eben so ist der ausspringen.le Theil S des Zangenwerkes, mit den beiden dop-pelten Batterien ta, zu Verteidigung 'des Hauptgrabens bestimmt: und das gänzlichdurch das Ravelin V, Tab. XXIV fig, 3, verdeckte Stück wird-blos durch eine 6 Fufsdicke Mauer mit Schiefslwchern verschlossen, um mehr Raum zii gewinnen, und einenAbschnitt 15 mit einem zweiten Tliore anbringen zu können. Dieser Abschnitt wirdvon zwei Wachtgebäuden verteidiget, gleichfalls mit Schiefslöchern durchbrochen,welche die Annäherung an das zweite Thor unmöglich machen.

Die gewohnliche'n 1 Schufsspalten haben den großen Fehler, dafs nur Ein Mannauf Einmal hind.urchschiefsen, urld dafs folglich der Feind sein Gewehr; unmittelbardarauf hineinstecken kann. Hier aber, Tab. XXII fig. 16, können drei Soldaten durchEin Schiefsloch feuern, auch kann eins um das andere, Ein Soldat durch zwei äufsereOefTnungen hinausschiefsen, ohne seinen Stand zu verändern. Die oberen und unte-ren Flächen jedes Schiefsloches durfehschneiden sich auf f der Mauerstärke vbn innen,und bilden zwei Winke!, fig. £ 7 , deren Grundfläche die aufsere Oeffnung,macht, dieum so kleiner wird, je näher der Durcbschnhtspunkt x der äufseren Mauerfläehe lieget.So kann man auch diesen Schufsspalten bei einer kleinen äufseren Oeffnung ein gro-fses Zielfeld geben.

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