Toulon^ atrriisten,, womit der Admiral Duquesne in Begleitung, des SeeministersSeignelai am 17.- Mai 1684 vor Genua erschien. Weil der Senat 1 sich nicht beque-men wollte die geforderte Genugthiumg zu feisten,, wurden 12000 Bomben in die Stadtgeworfen-, .wodurch die schönsten Gebäude gänzlich- zerstöhret und eine bedeutendeMenge der kostbarsten Waaren verbrannt wurden.
Die Genueser hatten keinen Beistand. Was konnte ein so* kleiner Staat" andersthum als sich unterwerfen, da der Kaiser; Spanien-und Holland dazu; genöthiget gewe-sen waren? Man begreift leicht, dafs dergleichen Unternehmungen gegen; verschiedeneStaaten nichts als Erbitterung, und Hafs erzeugen Konnten.- Nur Ohnmacht allein hieltihre Ausbrüche zurück. -Das Verlangen nach Rache-aber blieby und.-ward'nur um; so'heftiger, je spater es befriediget werden konnte.
So unbedeutend auch die Republik Genua seyn mag,-scheint doch eine enge unddauernde Verbindung ink ihr für Frankreich sehr vortheilliaft zu seyn; Das reizendeItalien, schon' seit langer Zeit der Wunsch vieler Fürsten, hat nur drei ThoreTirol,Piemont und den Strand von Genua; Das erstere ist für Frankreich nicht zugänglich;das zweite ist' ihm oft verschlossen, oder nur unter sehrlästigen Bedingungen; zu; be-nutzen. Das dritte allein vermag die andern zu ersetzen, bietet unter gewissen Um-ständen sehr schätzbare Bequemlichkeiten dar. Es bedarf dazu nur eines gewissenhaftbeobachteten Bündnisses,- das der Republik thaifs- dauernde tbeils" zufällige Handelsbe-gönstigmtgen gewährt«,- für die Verbindlichkeit, die durch' seine TM]er nach» Italien'führenden Wege zu unterhalten, und dureln eine Anzahl gut vertheidigter Forts 1 zubewachen. Wenn auch ein Staat wie Frankreich die Unterhaltungskosten dieser lcieiinen Festungen tragen müfste, wäre dies nur eine z-weckmäfsige Verwendung seinerGeld et.- Sollte auch im schlimmsten Falle die Republik, ihren 1 wahren Vorth eil' vertgessend, sich zum Feinde schlagen :• würden- uns jene Forts und Strafsen blos keinenVortheil bringen^ schädlich können sie uns;-nie- werden; Sie laufen- alle in Monacound irr der Grafschaft Nizza aus, deren Herr'allein; mächtig, genug, ist den; Eingangdahin zu verthfekligen.
Wenn aber ein freier Gebrauch der Küste; für Frankreich unter Umständen nutz»lieh seyn kann, bietet- die sichere Verbindung^ mit jenem Reirhe der Republik ander-seits die-gröfsten-Vortheile dar. Welche hohe Achtung, wird'sie nicht-geniefsen,-wennes bekannt wird dafs ihre Feinde auch die Feinde Frankreichs sind. "JW-äre auch selbstder König vofi Sardinien der Feind beider, wird doch ihre Verbindung dadurch nichtunterbrochen, weil die Grafschaft Nizza gegen die Provence hin offen ist, und nur durch“€ine sehr starke Macht vertheidiget werden kann* ■' Nächsfdem ist der Weg von Anti-bes nach Monaco zur-See so kurz und leicht, dafs auf dieser Seite die Verbindung inkeinem Falle unterbrochen werden kauft. '