des Herzogs von Vendome finden,. Inspruck, Trento und die Verbindungen mitItalien einnehmen, wodurch die dem Herzog von Vendome gegenüber stehende Ar-mee des Kaisers gezwungen seyn würde, sich zu ergeben. Auf diese Art wurde derKönig von Frankreich, des ihm so lästigen Krieges in Italien ledig. ■ Der zweite undjdritie.Entw-urf. erheischte- die. Theilnahme-des Marschais von Villars blos durch einegeringe Abtheilung; die Armee, selbst hinter: der Donau sollte. Bayern-gegen die Un-ternehmungen. des Prinzen von Baden und des Grafen von Styrum schützen.
Der-Marschal : von Villars schickte eine Schrift über diese, drei: Entwürfe an denKönig, worin er den Einbruch, nach, Schwaben mit-der ganzen Macht verwirft, gegenden Marsch nach Tyrol aber einwendet,, dafs man Zeit genug habem müsse 1 um diegemeinschaftliche Operation mit dem Herzoge von-Vendome. zu verabreden«. Erhält daher den zweiten Entwurf für den änzunehmenden, und verspricht sich so grofse'Vortheile davon,, dafs man wirklich erstaunen mufs wie ein Kriegsmann seiner Artsolche Luftschlösser, bauen kann? Er berichtet dem Köriige, dafs der Kurfürst sich fürdiesen Entwurf entschieden habe, von dessen grofsen Vortheilen er überzeugt wordensey und dessen Ausführung zu Anfang des Junius beginnen solle. Der- König, inseiner Antwort aus Marly vom 24. Mai datiret, scheinet den Entwurf zu einem An-griff auf Nürnberg vorzuziehen;, nur nach diesem hält er den Einbruch in Tyrol fürzulässig, und bios in dem Falle,, dafs der Herzog von Vendönje eine 1 . Truppenab'-theilung in die Thäler von Trento zu schicken verspricht,, das Unternehmen des Kur--fürsten vön Bayern zu begünstigen..
Noch ehe dieses letztere, jedoch verabredet war, entschlofs sich der'Kurfürst für'den-Einbruch in Tyrol, und kam am 18. Juni vor- KufTstein an, wo er, so wie bei In-spruck, nur wenig Widerstand fand.. Allein die. Einwohner hatten sich bewaffnet, und-widersetzten sich überall. Dies,, verbunden mit den beschwerlichen Gebirgspässen,,bewog den Kurfürsten wieder umzukehren. Er stiefs wieder zu dem Marscha! Vil-lars, nachdem er Zeit und Menschen verlohnen hattedie man hätte.-nützlicher ge-brauchen können..
Die Vereinigung beider gab-Veranlassung zur ersten- Schlacht bei Höchstädt am20. September, wo der Graf von Styrum 4000 Todte, 3700 Verwundete und 4500 Ge-fangene verlohr. Dieses grofsen Vortheils ungeachtet behauptete sich der-Prinz 1 vonFaden in der Gegend von Augsburg, und nahm nachher seine Winterquartiere der-gestalt um den Badensee,, dafs er der Französischen. Armee alle Verbindung mit demElsafs abschnitt.
Villars hatte einen-viel zu.lebhaften Geist, uun geduldig die Ungewifsheit undVeränderlichkeit in den Entwürfen des Kurfürsten zu ertragen. Er sähe b; Id die U •.jnöglichkeit ein, hier dem Könige nützliche Dienste zu leisten, und Schrieb ihm daher