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Mit dem Jahre- 1704 fangen, die. Unglücksfälle an »welche Frankreich seinen Fein-den preis gaben.. Die Fortschritte- der Ungarischen Rebellen hatten den Kaiser genö-thrget, die gegen, den Kurfürsten von Bayern bestimmten Truppen- aus den PassauerIinien wegzuziehen 1 daher der Kurfürst diese Stadt angriff, und sich ihrer am 9. Januar
ohne Widerstand bemächtigte» Oesterreich war dadurch blosgeslellt, und-von zwei
Seiten angegriffen — ohne eine mächtige Unterstützung, der Verbündeten in der gröfs«ten Gefahr» Man bescblofs daher,, ihm den Herzog von Marlborougli mit 40000Mann zu schicken £ der sich in Bayern mit. dem Prinzen Eugen und dem Prinzenvon Baden vereinigen sollte.
Diese Anstalten waren dem Französischen Hofe nicht unbekannt, sie deuteten aufdie zu, nehmenden Maafsregeln hin. Da man aber im vorhergehenden Jahre Freiburgnicht belagert halte» war die Verbindung mit der Donauarmee lang und beschwerlich»Dennoch gelang es- dem Marsehai Tullard, um die. Stadt herum und auf bisher fürunzugänglich gehaltenen Wegen durch das- Freiburger Thal zu, kommen,, und am tätenMai zu dem Marschal Marsiu zu stofsen, dem er 7000 Neugeworbene» IIQO alte Sol-daten aus den Elsässer Spitälern» und 2400- Remontepferde zuführte. Weit entfernt' jedoch» hier gemeinschaftlich die Unternehmungen, des Kurfürsten von Bayern zuunterstützen, waren der- Hof und das Ministerium- mit ihren Entwürfen noch nicht insReine. Tullard ging wieder nach dem Rheine zurück, wo- er ohne einen bestimmtenZweck hin Und her marschifte. Der Marschal Villeroi that in Flandern ein Glei-,ches, gieng jedoch- mit Recht an die Mosel gegen das Unter-Elsafs» so wie Marlbo-rough sich mehr gegen Deutschland liinzog.. Die beiden Marscliälle verabredetenhier einen gemeinschaftlichen Operationsplan, und, Tullard schrieb am 16» Juny anden Koni gp „er werde auf-die von dem Marschal Marsän erhaltenen, Nachrichten durch„das- Klotherthal- nach Baiern gehen.“ Nachdem der König ihm dies genehmigt hatte»trat er am 28-Jun. den Marsch an» und gieng am I. Jul.durch Strafsbürg» während derHerzog von Maribo-rougli schon am 22. Jun» bei Ulm sich mit dem Prinzen vonBaden, vereinigt hatte» Der Marschal Tullard konnte erst den 4» August zu demKurfürsten von Bayern stofsen, der die Absicht gehabt hatte sich Nördlingens zubemächtigen» was er aber wegen der täglichen- Verstärkungen des Prinzen von Badennicht konnte.. Wäre die Vereinigung, damals» am. iy. Mai, erfolgt,, hätten sie bei ihrerdadurch erlangten 13 eberlegen heit nach Franken marsclnren können, und das blutigeGefecht bei Dpnauwerth am 3. Jul» wäre nicht vorgefallen. Anstatt, aber die begange»;neu Fehler zu verbessern, machte man es immer schlimmer. Der. Kurfürst und die ,beiden Marschälle verliefsen- sehr unbedacht eine unangreifbare Stellung,zwischen Dil-;lingen- und Lauingen' an der Donau, um sich bei Höc.hstädt aufzustellen» wo sie e*mit der ganzen Macht des deutschen Reiches aufnehmen zu können glaubten. Zu die*