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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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wem Mangel an Terrainkennt nifs gesellte sich noch eine sehr fehlerhafte Anordnung:beide Armeen standen nemlich nach ihrer Vereinigung eben So neben einander, alsob sie noch abgesondert wären, so dafs nun die Mitte der vereinigten Armeen ausReiterei bestand. Der Prinz Eugen und Mar'lborough waren zu klug, um nichtschon durch ihre Stellung sich einen glücklichen Erfolg zu versichern. Sie setztenunsrer Kavallerie zwei Treffen Infanterie, durch drei Kavallerietreffen unterstützt ent-gegen. Das Feuer der einen und der heftige Stöfs der andern brachte unsre durchkein Feuer unterstützte Reiterei in Unordnung.' Zum Unglück bekam der MarsehaiTullard, der auf dem rechten Flügel stand, Lust hu sehen was auf dem linken Flü-gel vorgieng. Mittlerweile ward seine Reiterei geworfen, und er durch sein kurzesGesicht in einen feindlichen Reiterhaufen gefuhret und gefangen. Seine Armee blieb;nun' ohne alle Befehle, und -beinahe seine ganze Infanterie irn Dorfe ßlendheim, bissie gefangen ward. Der rechte Flügel unter dem Marschal Mar sin hatte einiges-Glückgehabt, und die Feinde waren zwischen jenem und dein Dorfe Blendheim in der gröfs-ten Unordnung, so dafs durch einen Angriff des zweiten Treffens auf ihre Flanke dieKavallerie Tullard s Luft bekommen und die Infanterie hätte das Dorf verlassenkönnen. Dies würde-eine Erneuerung des Gefechtes herbeigeführt haben* Die "Schlachtbei Fontenoi war eben <so entschieden und auf die nemliche Weise verlohren, und dieFeinde waren zwischen Fontenoi und dem Gehölze von Bavay in unser erstes Treffengedrungen; wurden aber- durch die von dem Marschal von Sachsen gegen sie verein-ten Truppen des rechten und linken Flügels wieder zurückgeschlagen, wodurcfo-er dieSchlacht gewann. Auf dieselbe Weise durfte der Marschal Mars in nur den in derMitie bei Höchstädt durchgedrungenen Feind angreifen, und der in Blendheim befind-lichen Infanterie fein gleiches zu thun befehlen; "die" Kavallerie Tullards würde sichwieder gesetzt, und der nün von allen Seiten angegriffene Feind zürn Rückzüge genöithiget worden seyn. Dies hätte uns" anstatt einer schimfihichen Niederlage den Siegverschafft. Allein der Kurfürst und Mars in dachten blos an einen möglichst schnel-len Rückzug, und brachten dadurch das Unglück zur Vollendung.

Wie durch einen Zauberschlag sähe sich der Kaistr plötzlich von allen seinenFeinden befreiet, seine Hauptstadt gerettet und sich im Besitz Bayerns. DieTrüinmerder geschlagenen Armee -giengen "über den Rhein, ohne von irgend einer feindlichenAbtheilung beunruhiget zu werden, und vereinigten sich mit dem Marschal Villeroy,der ohnweit Strafsburg an der Kintzig stehen geblieben war, um den Prinzen fiugenzu beobachten — der die Stollhofer Linien besetzt hatte.. Nachdem jedoch der letzterezu dem Prinzen von Baden gestofsen war, hatte auch der Marschal nichts dringende-res zu thun, als dein Kurfürsten von Bayern Verstärkungstruppen zu schicken,

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