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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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37
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als die Flotte zweitausend Mann auf der Landenge ausgesetzt hatte. Es ward zwarzur Wied er erob er un g der Festung unter dem Marquis von Villadrias ein Corpsvon 10000 Mann formrret, das aber seine Bestimmung nicht erfüllte. Der Graf vonToulouse behielt in einem Seegefechte über die feindliche Flotte die Oberhand, ver.folgte sie aber nicht, und das Gefecht blieb ohne Resultat, wie es wohl öfterer zurSee der Fall ist. Die Portugiesen hatten die Operation nach beendigter heifser Jafi*reszeit wieder begonnenr der Herzog von Berwick aber deckte seiner Schwäche un.geachtet durch seine geschickten Bewegungen Madritj und vernichtete alle ihre Ent.würfe. Dennoch raubte ihm Hof kabale den Oberbefehl der Armee. Er hatte der jun-gen von ihrem Gemahl angebeteten Königin mifsfallen: sie wünschte einen General,der sie bei ihren Absichten unterstützen könnte. Sie wünschte den Marschal Tesse,den Günstling ihrer Schwester, der Herzogin von Bourgogne, und der König vonFrankreich so grofs auch sein Vertrauen auf die kriegerischen Eigenschaften desHerzbgs von Berwick war gab ihren Bitten nach. Der Herzog ward nach Lan.guedoc geschickt, den Marschal Villars abzuiösen, der den Befehl an der Mosel über-nehmen sollte.

Hier sollte 1705 nach dem Entwürfe des Herzogs von Marlborough der Kriegmit gröfster Kraft geführet werden. Man wollte sich Lothringens bemächtigen, wo mandie Einwohner Frankreich abgeneigt glaubte; von da wollte man in die Champagnedringen, und so den Krieg in das Herz von Frankreich spielen. Der Herzog von.Marlborough hatte schon die gewisse Ausführung dieses grofseü Planes angekündi-get, den Ein Mensch scheitern machte.

Der Marschal Villars befand sich schon zu Anfänge des Monaths März an derSpitze der Armee von 75 Bataillonen und ixo Schwadronen, mit der er sich am 15.Mai bei dem Dorfe Sirk setzte. Der Herzog von Marlborough ging über die Saar, undlagerte sich am 3. Jun, zwei kleine Stunden von Sirk bei Burg und Faux, am 16. aberim Angesichte der französischen Armee bei Perle an der Mosel, mit seinem linkenFlügel am Schlosse Mansberg. Obgleich seine Armee nahe an 100000 Mann stark war,könnte er doch nichts unternehmen. Die Stellung des Marschais ward Unangreifbarbefunden, und der Herzog zog nach eilftägigeiti Verweilen auf dieser Stelle wieder ab,und gieng nach den Niederlanden. Die Wirkungen des militairischen Talentes sindhier nicht zu verkennen! 1703 hielt derselbe General den Prinzen von Baden durchseine treffliche Stellung zwischen Dillingen und Lauingen auf, so wie er es jetzthei Sirk that; anstatt andere, von der Natür minder begünstigt, i 7°4 die schlechte Stel-'lüng bei Höchstädt der von Dillingen verzogen, und verdienter Weise geschlagen wür-den, Hätten $Ie an der Mose! geStaüdeft, würden sie es eben so gemacht und Frank-