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Die Verteidigung stärker als der Angriff, oder Die Befestigung mit rechtwinklicher Bestreichung / Marc René Montalembert ; aus dem Französischen von J.G. von Hoyer
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reich ins Unglück gebracht haben. Welche Lehre für die Regenten, -wenn sie Nutzendaraus zu ziehen verstünden !

In den Niederlanden unternahm Vi.lleroy ,in -der Abwesenheit des Herzogs vonMarlb.orough blos die Belagerung von -Huy, das so -oft genommen und .yeclqhre,»worden ist, und das auch jetzt der .Herzog wieder eroberte. Der Marschal und derKurfürst von Bayern setzten sich nun mit 119 Bataillonen und 160 Schwadronen hin*ter ihre seit .mehreren .Jahren mit undenklicher Arbeit verfertigten Linien, die am ig,Juli von den Alliirten .blos mit 20000 Manu angegriffen, und ohnweit des SchlossesWauge .leicht .erstiegen wurden, weil hier .eine Brücke nur durch .ein .Gatterthor ver*schlossen und von 40 Mann .vertheidiget war. Der Marschal von ViIler o y »sammelteseine Armee bei larck wieder, und der Hebertest des Feldzuges verstrich unter gegen-seitigem Beobachten.

Jn Italien Jocht der Herzog cyon Vendome stets -mit gleichem Glück. Der-nig unterhielt in diesem Jahre hier eine bedeutende Macht: 119 Bataillone und 103Schwadronen Franzosen, und 11 Bataillone und 15 Schwadronen Spanier. In der Lom-bardei verdrängte der Grofs-Prior den Prinzen Eugen in das Brescianische; in Pie-mont belagerte der Herzog Chi vas, überliefs aber die Fortsetzung der Belagerung demHerzog von F.euilla-de, um dem Prinzen Eugen entgegen zu gellen, det Verstär-iung erhalten hatte. Nachdem der Herzog von Savoyen unter Begünstigung der Nachtdie Besatzungherausgezogen'hatte,-setzte der Herzog von Feuillade sich zwischendie Dura und die Stura, und schickte sich an Turin zu belagern, wozu ihn Chamil-lard, sein Schwiegervater, bestimmt hatte. Bald schreckte ihn jedoch die Gröfse desUnternehmens ab dem er auch wirklich nicht gewachsen war und er wünschte esauf das künftige Jahr zu verschieben. Er schjckte zu dem Ende- dep JUacqpis -vonDreux nach Paris, und .erlangte wirklich die »Gewährung seines Wunsches. Ebenjetzt aber war .die Festung in schlechtem Zustande, nicht gehörig versorgt, und konntevorzüglich wegen der entschiedenen Ueherlegenheit des Herzogs von Vendome überden Prinzen Eugen nicht entsetzt werden. Es war jedoch einmal die Zeit, wo Fehl--griffe aller Art dem Reiche -tiefe Wunden schlugen.

Anstatt nach Turin, wandte sich der Herzog von Feuillade nach Asti, wo ihn.der Graf Stahremberg schlug, und ihn nothigte sich unter die Kanonen von Casalzu setzen*

..Nach mehreren vergeblichen Versuchen, in die Lombardei zu dringen und demHerzog-von Savoyen beizustehen, nahm sich der Prinz Eugen vornüber die Addazn gehen, weiches cl^r. Herzog von ;Vendome,zu verhindern suchte. Beide mauö-vrirten so, wie es sich nur .von solchen Generalen erwarten liefs, bis endlich der Prinz,Eugen den günstigen Zeitpunkt gefunden zu haben glaubte, wo die Französische